Lachmuskeln, aufgepasst: Paveier und Co. in der Festhalle

Von: Sonja Essers
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„Heilig Abend auf dem Dom“: Dick eingepackt und mit Streichinstrumenten ausgerüstet setzten die Paveier zum Angriff auf die Lachmuskeln an. Die Gäste waren von diesem Lied nicht nur besonders angetan, sondern auch überrascht. Schließlich kamen die Streicher noch zum Einsatz.
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Für Gänsehaut sorgten Tenor Norbert Conrads (links) und Sven Welter mit ihrer Interpretation des Titels „Heimat es“. Foto: Sonja Essers

Eschweiler-Weisweiler. Am Ende des Konzerts fing es dann doch noch an zu schneien. Während eine Abordnung der Formation Trompetensound – Die Weisweiler „Leise rieselt der Schnee“ zum Besten gab, rieselte auf der Bühne der Festhalle Kunstschnee auf die Köpfe der Paveier.

Sie hatten das Publikum zuvor mit ihrem Weihnachtskonzert „Paveier und Freunde“ begeistert und ernteten nun minutenlangen Applaus.

Bereits zum vierten Mal fand das Konzert statt. Festhallenwirt Ottmar Krauthausen hatte in der Halle für eine weihnachtliche Atmosphäre gesorgt, die Akteure taten ebendies mit ihrer Musik. Zu Beginn überzeugte die Formation mit kölschen Weihnachtsliedern wie „Äpel, Nöss un Marzipan“ und „D´r ahle Mann“, einem neuen Werk.

Ebenfalls seit vier Jahren mit von der Partie ist der Kinderchor St. Severin Weisweiler unter der Leitung von Norbert Hörsch. Die „Lokalmatadore“, wie die kleinen Nachwuchssänger von Hans Ludwig Brühl genannt wurden, glänzten mit den Titeln „Wenn ich groß bin“ und „Wat es eijentlich hinger de Stääne“.

Heilig Abend vor der Glotze

Die Gäste durften sich an diesem Abend jedoch nicht nur über Musik freuen: Brühl las die Weihnachtsgeschichte „Su jemütlich“ vor. Diese handelte von Jupp L. aus Köln-Raderberg, der den Heiligen Abend nutzt, um es sich mit seinem Trikot des FC Overath vor dem Fernseher gemütlich zu machen.

Vor der Pause gab die Formation noch die Titel „Wenn im Ovve et Holz knack“ und „Nit alle Engel han Flüjel“ zum Besten und begrüßte mit Tenor Norbert Conrads einen weiteren Gast auf der Bühne. Dieser sang nicht nur das Stück „Oh holy night“, sondern präsentierte gemeinsam mit Sänger Sven Welter den Paveier-Titel „Heimat es“ – das Publikum war begeistert und applaudierte lautstark.

Nach der Pause erfolgte dann ein Angriff auf die Lachmuskeln. Brühl, Klaus Lückerath, Sven Welter und Detlef Vorholt hatten sich warm eingepackt und sangen vom „Heilig Abend auf dem Dom“. Zwar waren die Musiker ausgestattet mit verschiedenen Streichinstrumenten, jedoch kamen diese erst am Ende des Liedes zum Einsatz. Zum Erstaunen des Publikum spielten sie dann noch einige Takte des Liedes „Alle Jahre wieder“.

Der „Erlkönig“ von heute

Mit Martin Schopps enterte ein ganz besonderer Gast die Bühne: Der Redner erzählte von seinem Alltag als Lehrer und schlug vor, dass der „Erlkönig“ von Goethe doch lieber folgendermaßen beginnen sollte: „Wer postet so spät noch ein Selfie? Es ist der Kevin, er liegt auf der Elfie.“ Das Publikum konnte nicht genug bekommen und forderte nach seinem Auftritt sogar noch eine Zugabe. Doch auf der Bühne in der Weisweiler Festhalle ging es an diesem Abend Schlag auf Schlag.

Die nächsten Gäste hatten sich angekündigt und sorgten für Gänsehaut-Momente. Die Cölln Girls sangen „Alles hätt sing Zick“ und gemeinsam mit Sänger Sven Welter „Hallelujah“ von Leonard Cohen, jedoch in einer kölschen Version. Stimmungsvoll war der Auftritt des Chores Joy of Gospel aus Langerwehe, die die Titel „Bethlehem im Lande Judäa“ und „Jeder kann jet dun“ original getreu performten.

Nachdem die Band das Publikum mit den Titeln „Maat et Leech ahn“ und „Für alle Minsche“ begeistert hatte, forderte dieses lautstark nach einer Zugabe – diesen Wunsch konnten Bubi Brühl, Johannes Gokus, Klaus Lückerath, Markus Steinseifer, Detlef Vorholt und Sven Welter natürlich nicht abschlagen.

Ein Medley zum Schluss

Sie spielten zunächst das Stück „Gran Canaria“ und begrüßten dann die letzten Gäste des Abends. Eine Abordnung der Formation Trompetensound – Die Weisweiler, unter der musikalischen Leitung von Dietmar Krauthausen, hatte die Gäste bereits vor Konzertbeginn mit Weihnachtsliedern auf den Abend eingestimmt. Zum Schluss des Konzerts gaben sie nun ein Medley mit traditionellen Weihnachtstiteln zum Besten rundete so den Abend ab.

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