Eschweiler/Stolberg - L238: Schneise in den Hohen Stein

L238: Schneise in den Hohen Stein

Von: pan
Letzte Aktualisierung:
7750796.jpg
Der Blick auf die neue Landesstraße und das Indetal: An der Strecke sind nur noch Restarbeiten zu erledigen. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler/Stolberg. Der Verkehr über den Hohen Stein rollt. Montag gab der NRW-Verkehrsminister Michael Groschek den 2. Bauabschnitt der Landesstraße 238 neu offiziell frei. Dienstag gehen die Arbeiten weiter, allerdings an der Rampe zur Odilienstraße, die umgestaltet werden soll. Die Hauptstrecke ist frei.

Der Bau sei kein leichtes Unterfangen gewesen, wie der Hauptgeschäftsführer von „Straßen.NRW“, Winfried Pudenz, sagte. Die reinen Zahlen der Straße unterstreichen dies: Über neun Millionen Euro steckte das Land in die etwa 1,7 Kilometer lange Strecke. Vor allem die Steigungen stellten die Planer vor Herausforderungen, aber auch die zahlreichen Bergbauschächte, die nur locker gefüllt waren, bereiteten Probleme. Am Ende mussten 210.000 Kubikmeter Erdmassen bewegt werden – dies entspricht 21.000 Lkw-Ladungen oder 42.0000 Tonnen Material. Um die Schächte zu füllen, nutzten die Bauarbeiter Spezialbeton. Insgesamt 300 Tonnen Zement und 50 Kubikmeter Beton waren erforderlich, bis die Trasse gesichert war.

Auch der zeitliche Ablauf unterstreicht, dass der Bau des 2. Abschnittes eine ausgesprochen schwere Geburt war. Die Planungen stammen aus den 80er Jahren, in den 90er Jahren wurden die ersten Grundstücke gekauft, nachdem die Brücke über die Inde, die Rue de Wattrelos, errichtet war. Im Jahr 2008 war schließlich der Verkehrsknoten an der Phönixstraße an der Reihe, der umgestaltet wurde. Vor vier Jahren dann, ebenfalls unmittelbar vor einer Wahl, griffen zahlreiche Politiker zum symbolischen Spaten und gaben damit den Startschuss zum 2. Bauabschnitt.

Die Verkehrsexperten von „Straßen.NRW“ gehen davon aus, dass die Route über den Hohen Stein die Straßen in der Innenstadt um bis zu 30 Prozent entlastet. In jedem Fall sorgt sie dafür, dass man nun schneller mit dem Auto nach Stolberg und damit auch nach Pumpe gelangt. Kein Wunder, dass die Bürgerinitiative „Ortsumgehung Pumpe“ die offizielle Eröffnung der Straße nutzte, um nochmals den 3. Bauabschnitt zu fordern.

Da die Hauptstrecke nun freigegeben ist, kann der Landesbetrieb die Rampe zur Odilienstraße umgestalten. Der Anschluss bleibt bis zur Fertigstellung in etwa einer Woche gesperrt. Die Umleitung über die Steinstraße ist ausgeschildert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert