Kunstwerke gezaubert und Menschen geholfen

Von: thd
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Der Malkreis der Freien evange
Der Malkreis der Freien evangelischen Gemeinde erzielte beim Verkauf seiner Bilder eine stolze Summe: Der Erlös kommt der Eschweiler Tafel zugute. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. „Suchet der Stadt Bestes” ist eines der leitenden Mottos, mit denen sich die Freie evangelische Gemeinde Eschweiler identifiziert. Gemeinsame Ziele verfolgen, die Gaben der Menschen nutzen und ihren Glauben teilen, steht in der Gemeinde im Vordergrund und wird auch in vielen Kreisen regelmäßig thematisiert.

Diese Kreise sind vielfältig und umfassen beispielsweise den Männerkreis, die Spätlese 50+, den Bibelkreis, das Musik-Team und auch einen Malkreis, der sich regelmäßig biblische Themen aussucht und auf großen Leinwänden Kunstwerke zaubert.

Nicht lange an den Wänden

Der Malkreis, bestehend aus den fünf Mitgliedern Elke Jodat, Hilde Grünewald, Andrea Peter, Elfriede Berrickie und Fred Reun, hat im vergangenen Jahr zu dem Text „Lied des Mose” aus dem Alten Testament fast 20 Bilder gemalt.

Im Rahmen eines Gottesdienstes wurden die Bilder eingeweiht und zierten seit dem das Gemeindezentrum an der Kopfstraße. Nur lange hingen die Kunstwerke nicht an den Wänden. Seit September kauften die Gemeindemitglieder fleißig die Bilder.

Für die Mitglieder des Malkreises stand von Beginn an fest, dass dieser Erlös einer Institution in Eschweiler zugute kommen sollte. Nach kurzer Überlegung stand fest: Die eingenommenen 400 Euro sollen die Eschweiler Tafel unterstützen.

In dem „Lied des Mose” wird beschrieben, wie Gott durch Mose den Menschen sagt, wie sie besser leben sollen. Gott schildert die Folgen des selbstlosen Handelns und zeigt den Menschen, dass sie ein schöneres Leben hätten, wenn sie auf ihn hören würden.

Überfluss und Mangel

Der Malkreis verstand die Bedeutung schnell. Die Schwierigkeit lag allerdings darin, die eigenen Vorstellungen umzusetzen. „Wir haben den Text zuerst auseinander genommen, um uns die einzelnen Bilder bewusst zu machen”, erläuterte Elke Jodat den Arbeitsverlauf.

„Bilder wie die Tontöpfe oder Tiere waren leichter zu malen. Dagegen verlangten Überfluss und Mangel einiges an Vorstellungskraft.”

Überfluss und Mangel war auch eine Ableitung zur Tafel. Nach reiflicher Überlegung, welche Organisation Geld gebrauchen könnte, haben die Mitglieder sich für die Tafel entschieden. „Ich habe mich sehr gefreut, als mich der Anruf von Elke Jodat erreicht hat.

Bilder wurden auch schonmal bei uns in der Tafel ausgestellt und solche Unterstützungen sind immer etwas Besonderes”, dankte Anneliese Küpper.

Nicht nur mit Worten helfen

Die Nächstenliebe ist für die Gemeinde selbstverständlich. „Wir wollen andere teilhaben lassen und unsere Augen nicht verschließen.

Jedes Mitglied engagiert sich in seinem eigenen Sinn”, verdeutlichte Elke Jodat. „Wir nutzen die Gabe der Menschen und wollen nicht nur mit Worten helfen. Das Lebensgut erhalten ist ein wichtiges Prinzip.”

Das Motto des nächsten Projekts steht auch schon fest: „Meine Kraft ist den Schwachen mächtig”. Mit diesem ausdrucksstarken Leitsatz wird der Malkreis an dem Erfolg festhalten und auch weiterhin versuchen, Menschen zu unterstützen.
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