Eschweiler - Kunsthandwerk vom Feinsten

Kunsthandwerk vom Feinsten

Von: lbe
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Stricken für die Gesundheit:
Stricken für die Gesundheit: Therese Neicken ist eine von 38 Austellern auf der Hobby- und Künstlerausstellung in der Donnerbergkaserne und sie strickt, um ihren Arm beweglich zu halten. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. In kleinen und langsamen Schritten nähern wir uns der Weihnachtszeit. Doch sobald es draußen ungemütlich wird und der Himmel ohnehin einem einzigen grauen und dunklen Schleier gleicht, dann erfreuen wir uns auch schon im November an dem einen oder anderen gedämpften Licht, Weihnachtsschmuck und wärmenden Utensilien wie dicken Socken, Schal und Mütze.

Aus diesem Grund veranstalten die Unteroffizier Heimgesellschafter der Donnerbergkaserne jedes Jahr eine Hobby- und Künstlerausstellung. „Und das schon seit DM-Zeiten”, sagt Organisator Heinrich Walter. Er erinnert sich noch an den Ursprung in den 90er Jahren. Und es gibt Aussteller, die auch heute noch jährlich ihre Waren präsentieren. In diesem Jahr waren es 38 an der Zahl.

Sie allesamt basteln, tüfteln oder stricken das ganze Jahr über, um ihre Waren dann unter anderem im Unteroffiziersheim der Donnerbergkaserne unter die Leute zu bringen. Es sind Aussteller aus Alsdorf, Baesweiler, Stolberg und eben auch Eschweiler.

So auch Therese Neicken aus Hehlrath. Sie erlitt im Jahr 2001 einen Schlaganfall. Seitdem ist ihr rechter Arm nicht mehr so beweglich wie zuvor.

Während eines Reha-Aufenthaltes in Bad Waldbreitbach lernte sie das Stricken kennen und entdeckte es als neues Hobby für sich selbst. „Damit halte ich meinen Arm in Bewegung”, sagt sie, während sie an einem farbenfrohen Schal arbeitet. Es ist ein Hobby, das ihr Freude bereitet, aber auch ihre Beweglichkeit schult. Auf Ausstellungen wie diesen zeigt sie ihre Socken, Schals und Mützen. Bunte Einzelstücke mit außergewöhnlichen Mustern und Farben zieren ihren Tisch. Auf dem Kopf trägt sie eine Mütze, in den Händen stets die Stricknadeln.

Es sind Geschichten wie die von Therese Neicken, die eine Hobby- und Künstlerausstellung wie diese zu etwas ganz Besonderem machen. Schließlich geht es den meisten Ausstellern nicht darum, das große Geld zu verdienen, sondern um das Hobby als solches und darum, ihre Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und so finden sich auf vielen Tischen im ganzen Heim verteilt Steinzeugkeramiken, Taschen, Holzspielzeug für Kinder, Strickwaren, Schmuck und auch Christbaumschmuck.

„70 Prozent der Aussteller kommen immer wieder”, sagt Heinrich Walter, „und das schon seit vielen Jahren”. Er schätzt, dass rund 500 Besucher an diesem Tag vor Ort waren. „Es waren sehr viele Besucher hier in diesem Jahr, das ist erfreulich”, sagt er.

Denn er weiß, je mehr Besucher kommen, desto mehr Aussteller melden sich bei ihm. Schließlich geht die Standgebühr in jedem Jahr an einen guten Zweck. Zuletzt an die Kinderhilfe Kilimanjaro-Region und an die Eschweiler Tafel. „Wohin das Geld in diesem Jahr geht, steht noch nicht fest, aber es wird wohl auf eine ähnliche Richtung hinauslaufen”, erklärt Walter.

Fünf Anmeldungen für das nächste Jahr hat er schon. Am 10. November 2013 findet die nächste Ausstellung statt. Wer sich jetzt schon anmelden möchte, meldet sich unter hh.walter@web.de.
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