Krippenfiguren gehen auf Herbergssuche

Von: jlm
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Lukas und Caren Leuchter freuten sich über den Besuch des Jesuskindes und feierten mit ihm und der ganzen Familie Advent. Foto: Julia Meuser

Eschweiler. Seit dem ersten Advent gingen in diesem Jahr die Jesusfiguren aus den Krippen der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul und dem Gemeindezentrum St. Antonius Röhe auf Herbergssuche. Einen Tag lang begleiten sie eine Familie im Advent.

Diese Aktion „Jesuskind auf Herbergssuche“ feierte dabei Premiere in Eschweiler. Gemeindereferentin Steffie Sieger-Bücken erklärt die Aktion: „So, wie ein Adventskranz und ein Adventskalender auf Weihnachten vorbereiten, so sollte auch der Besuch des Jesuskindes auf das Fest neugierig machen.“ Das Jesuskind sei dabei mehr als nur eine Krippenfigur.

Es solle ein Stück Glauben in die Familien bringen und stehe dabei für Geschichten und Erlebnisse. „Großeltern erzählen Enkeln, wie sie Weihnachten gefeiert haben, als sie klein waren. Kindergartenkinder zeigen dem Jesuskind, wie sie leben und was ihnen wichtig ist. Senioren freuen sich und nehmen sich vor, diesen Abend einmal anders zu verbringen. Familien diskutieren, wie sie den Abend mit dem Jesuskind gestalten sollen“, sagt Sieger-Bücken.

Der Besuch des Jesuskindes werfe dabei auch Fragen auf: Wo soll es stehen? Wo soll es schlafen? Wie kann ein Baby so viele Geschenke bringen? Ist Fernsehen erlaubt, wenn das Jesuskind da ist? Oder vielleicht sogar: Was sollen wir denn damit?

„Uns ist es wichtig, dass der Besuch des Jesuskindes Menschen und Familien dazu bringt, miteinander ins Gespräch zu kommen. Deshalb haben wir auch darauf verzichtet, Gestaltungsvorschläge für den Abend oder einen Gottesdienst mit auf den Weg zu geben. Vielmehr vertrauen wir darauf, dass jede Person, jede Familie, jede Einrichtung eigene Ideen entwickelt, was sie mit dem Jesuskind machen will“, sagt Sieger-Bücken.

Und damit auch nichts verloren geht, hat das Jesuskind ein Tagebuch dabei, in dem die Herbergseltern oder -familien alles festhalten können, was sie mit dem Kind erlebt haben oder was ihnen wichtig ist. „Wir sind schon sehr gespannt darauf, was das Jesuskind in diesem Buch mitbringt, wenn es am Heiligen Abend von der letzten Familie wieder zurück in die Kirche gebracht wird“, sagt Sieger-Bücken.

Lieder, Plätzchen, Gedichte

Anfangs sei die Suche nach Teilnehmern jedoch eher schleppend verlaufen. Am Samstag des vierten Adventswochenendes war das Jesuskind dann bei Familie Leuchter zu Gast. Vier Generationen saßen zusammen, lasen Weihnachtsgeschichten und -gedichte, sangen Weihnachtslieder, aßen Plätzchen und erzählten sich die ein oder andere Geschichte.

Der vierjährige Lukas Leuchter malte dem Jesuskind einen bunten Tannenbaum in sein Tagebuch und jeder schrieb etwas, damit dieser besondere Tag noch lange in Erinnerung bleibt. „Ich finde das unheimlich schön und freue mich, dass auch wirklich alle gekommen sind, um mit mir und dem Christkind zu feiern“, freute sich Caren Leuchter. Man habe die Möglichkeit, einmal zusammenzukommen, trotz der alljährlichen Hektik der Vorweihnachtszeit. Am nächsten Tag setzt die Figur ihre Reise fort, auf dem Weg zur nächsten Herberge, bis sie dann pünktlich zum Weihnachtsfest wieder in seine Krippe gelegt wird.

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