Kriminelle erpressen Geschäftsleute: Zwei Festnahmen

Von: red/pol
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Eschweiler/Stolberg. Ein 69-jähriger Geschäftsmann aus Eschweiler ist in den vergangenen Wochen um hohe Bargeldbeträge erpresst worden. Die Kriminalpolizei hat mehrere Verdächtige festgenommen.

Zahle er die geforderten Summen nicht, werde man ihn „kaltmachen”, so die Drohung der Erpresser. Aus Angst kam der 69-Jährige der ersten Forderung nach und zahlte dem ihm unbekannten Mann 15.000 Euro. Als dann aber dennoch weiter Geld gefordert wurde, erstattete er zusammen mit seinem Rechtsanwalt Strafanzeige.

Dabei gab der Geschäftsmann zu Protokoll, dass er bei einem scheinbar normalen Geschäftstermin in einen Hinterhalt gelockt worden war. Dabei haben ihn zwei Männer brutal geschlagen und gezwungen, Geldbeträge zu besorgen und Schuldscheine zu unterschreiben. Weil er Angst um sein Leben hatte, ging der 69-Jährige zunächst auf die Forderungen ein.

Die Eschweiler Kripo fingierte eine weitere Geldübergabe ein. Als der Geldempfänger erschien, wurde er von Zivilbeamten festgenommenen. Es handelte sich um einen 22-jährigen Mann aus Stolberg. In der Vernehmung gab er die Tat zu. Weitere Ermittlungen ergaben, dass sein leiblicher Vater als Mittäter in Frage kommt. Er konnte wenig später in Recklinghausen von der dortigen Polizei festgenommen werden. Der 47-Jährige schweigt zu den Vorwürfen. Die Beweislast gegen ihn ist nach Angaben der Polizei aber so erdrückend, dass der zuständige Richter gegen beide Verdächtige Haftbefehle wegen räuberischer Erpressung ausstellte.

Weiter kam heraus, dass der 47-Jährige einige Wochen zuvor in Dortmund offenbar an einer ähnlichen Tat beteiligt war. Dort war ein Geschäftsmann mit derselben Methode erpresst worden, die beiden Festgenommenen traten als Kassierer und Schläger auf. Drahtzieher und Kopf der Männer scheint hingegen ein 68-jähriger Mann aus Eschweiler zu sein. Seine Wohnung wurde am Freitag durchsucht.

Inzwischen hat der erpresste Eschweiler Geschäftsmann seine Peiniger und Erpresser identifizieren können. „Die Ermittlungen werden mit Hochdruck fortgeführt”, so Polizeisprecher Paul Kemen.
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