Kreisverkehr am Langwahn: Es geht nicht voran

Von: Patrick Nowicki
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Kritisiert die EVS: Leo Gehlen wirft der EVS eine Verzögerungstaktik beim Kreisverkehr am Langwahn vor. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Der Ton zwischen den Kommunalpolitikern und der EVS (Euregio Verkehrsschienennetz GmbH) verschärft sich. Der Vorsitzende der SPD-Mehrheitsfraktion, Leo Gehlen, wirft der EVS-Unternehmensleitung vor, den Bau des Kreisverkehrs an der Röthgener Straße zu verzögern. „Wir sind enttäuscht, das ist kein Großprojekt wie Stuttgart 21", zeigt Gehlen wenig Verständnis für das lange Warten auf den Baustart.

„Es ist ein einfacher Kreisverkehr an einem Bahnübergang.“ Zudem fühlt er sich von dem Unternehmen hingehalten, schließlich habe die EVS mitgeteilt, im Sommer 2012 mit dem Bau beginnen zu wollen. „Im Etat der Städteregion war das Geld 2012 schon enthalten“, berichtet er.

Inzwischen geht EVS-Geschäftsführer Christian Hartrampf davon aus, dass frühestens in 2014 der Bau des Kreisverkehrs an der Schranke der Röthgener Straße startet. „Wir haben im November eine Kreuzungsvereinbahrung mit der Städteregion und der Stadt geschlossen, die wir minutiös abarbeiten müssen“, erläutert Hartrampf das zähe Verfahren.

Jeder Schritt müsse von den Vertragspartnern freigegeben werden. Läuft alles nach Wunsch, so kann mit der Ausführungsplanung im Sommer begonnen werden. Anschließend erfolgt die Ausschreibung der Arbeiten, was bis zur Vergabe etwa drei Monate in Anspruch nimmt. Erst danach könne man den Kreisverkehr und die neue Sicherungstechnik am Bahnübergang errichten. Der Bau selbst kann bis zu einem halben Jahr dauern, wobei zu überlegen sei, ob man den Langwahn dafür vollständig sperren könne, so Hartrampf. Darüber wolle man mit der Stadt sprechen.

Da mit dem Bau des Kreisverkehrs auch der Bahnübergang angepackt werden muss, hat die EVS die Federführung über das Bauprojekt übernommen. Bei solchen Schrankenanlagen gestaltet sich das Genehmigungsverfahren allerdings deutlich schwieriger. Die finanzielle Beteiligung von Städteregion und Stadt ist geklärt.

Gehlen drängt jetzt auf ein Ende der Wartezeit: „Dass der Bau dieses einfachen Kreisverkehrs voraussichtlich erst in 2015 abgeschlossen ist, kann ich keinem Bürger erklären.“

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