Eschweiler - Kraftwerkstechnik: „Jung-Ingenieure“ blicken durch

Kraftwerkstechnik: „Jung-Ingenieure“ blicken durch

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Hautnah miterleben, wie Strom produziert wird, können Schüler in der „Junior-Ingenieur-Akademie“ im Kraftwerk. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Schüler für Technik und Naturwissenschaften nachhaltig begeistern und berufliche Perspektiven im Ingenieur-Bereich aufzeigen – das ist das Ziel des Kooperationsprojekts „Junior-Ingenieur-Akademie“ zwischen dem Städtischen Gymnasium Eschweiler und der RWE Power AG.

Im Vordergrund des mehrjährigen Modellprojekts steht das Thema Energiewirtschaft. Gefördert werden sollen interessierte, talentierte Schülerinnen und Schüler der Klassen acht und neun. Aktuell lernen bereits 16 junge Menschen, welche spannenden Forschungs- und Arbeitsgebiete die Ingenieurwissenschaften umfassen.

Jetzt fand die dritte Exkursion zum Kraftwerk Weisweiler statt, in der die „Jung-Ingenieure“ sich mit den chemischen Prozessen der Wasseraufbereitung, der Rauchgasentschwefelung und der CO2-Resorption beschäftigten. Geleitet von Diplom-Ingenieur Peter Oebel verbrachten die 16 Schüler und Schülerinnen drei spannende und lehrreiche Stunden zwischen Kühltürmen und elektronischen Steuerungsanlagen. Speziell die chemischen Umwandlungsprozesse standen im Blickpunkt der Untersuchungen wie der Fließbettseparator, in dem Kühlwasser zu Trinkwasserqualität gereinigt wird.

„Mit dem Projekt geben wir zusammen mit RWE Power Antworten auf Diskussionen um fehlenden Ingenieurnachwuchs und frühzeitige Studien- und Berufsorientierung. Von dem praxisorientierten Lernen durch die Vernetzung von Schule und Wirtschaft können unsere Schülerinnen und Schüler nur profitieren“, so Projektleiter Dr. Arno Schneider vom Städtischen Gymnasium.

Während des ersten Halbjahres erlebten die Schüler im Kraftwerk Weisweiler bei ihrem Praxisprojekt hautnah, wie Strom produziert wird und erhielten einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten des Ingenieurberufs. Los ging‘s für die Mädchen und Jungs mit einer Besichtigung des Tagebaus Inden und dem benachbarten Kraftwerk Weisweiler. Dabei wurden sie an die Abläufe zur Kohlegewinnung und -verstromung herangeführt. Mit der abschließenden Exkursion wurde der Komplex „Energiegewinnung aus Braunkohle“ erfolgreich abgeschlossen.

„Mit der Junior-Ingenieur-Akademie wollen wir jungen Menschen wertvolle Praxiserfahrung vermitteln und Einblicke in technische, naturwissenschaftliche Berufe ermöglichen. Das ist mehr als das, was ein Schulbuch vermitteln kann“, so der Kraftwerksleiter Gerhard Hofmann.

Bevor man sich nun der Windkraft als nächstem Energieträger zuwendet, soll im neuen Jahr zunächst der gesamte Bereich der Rekultivierung betrachtet werden. Die Kursteilnehmer sind von dem Projekt begeistert, sie schätzen den Beitrag der Kooperationspartner des Projekts und vor allem den Know-How-Transfer, der vom Unternehmen in die Schule und damit zu den Schülerinnen und Schülern kommt.

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