Kraftvolle Blicke aufs Leben

Von: ran
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Beschreiben mit kraftvollen Werken das Leben: Malerin Helga Palmisano und Bildhauer Lothar Scheffler. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Sie beschreiben mit ihren kraftvollen Werken das Leben. Allerdings in unterschiedlicher Form. Malerin Helga Palmisano wählt Ölfarben auf Leinwand, Bildhauer Lothar Scheffler kreiert seine Skulpturen mit dem Hammer. Bis Sonntag, 22. März, sind die Arbeiten der beiden Aachener Künstler in der Städtischen Kunstsammlung des Eschweiler Kunstvereins im Talbahnhof zu sehen.

„Wer kennt nicht die Wehmut, wenn sich ein schöner Moment dem Ende zuneigt. Solche Augenblicke hält Helga Palmisano fest”, erklärte der Aachener Kunsthistoriker Dr. Dirk Tölke, der während der Vernissage am Sonntag in die Ausstellung einführte. In ihren sehr konkreten Bildern drückt die 1966 Geborene ihre Lust auf das Leben, auf das Menschsein aus.

Ihre Werke weisen den Betrachter auf die schönen Seiten des Lebens hin. Dabei spielen Menschen, die Natur und Stillleben, die mit Darstellungen von Obst, Gemüse, Beeren oder Köchen bei der Arbeit aber durchweg Lebensbejahend sind, die Hauptrolle.

„Ihre Detailvergrößerungen von Naturprodukten erzeugen Begierden. Dabei überträgt Helga Palmisano keinesfalls nur Fotos auf Leinwand. Sie zeichnet viel mehr atmosphärisch dichte Zustandsprotokolle von Gemütszuständen nach”, beschrieb Dr. Dirk Tölke die Werke der Malerin, die seit 2005 als freischaffende Künstlerin und Dozentin in Aachen arbeitet. „Ihre lichtüberfluteten Bilder sind das persönliche Tagebuch ihres Empfindens, ihre Beobachtungsfähigkeit zeichnet Helga Palmisano aus”, schloss der Kunsthistoriker, bevor er sich der Arbeit von Lothar Scheffler zuwandte.

Dieser wühle sich durch seine Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen der Menschheit in den Bodensatz des überlieferten Kulturraumes. „Seine alttestamentarlichen Figuren verkörpern archaische Kräfte. Doch er stellt diese nicht heroisch, sondern mit Lebenserfahrung und Geschichte dar”, so Dr. Dirk Tölke.

Lothar Scheffler, der von 1981 bis 1983 eine Lehre als Kunstschmied absolvierte, hatte bereits früh den Wunsch, Bildhauer zu werden. „Während meiner Kunstschmiedelehre wollte ich erfahren, wie sich Eisen und Kupfer verhalten. Ich wollte virtuos werden”, denkt der 47-Jährige, dessen Skulpturen bisher in über 100 Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen waren, zurück. „Seine Figuren besitzen Identität, in ihnen werden Menschen sich ihrer selbst bewusst”, lobte Dr. Dirk Tölke.

Geöffnet ist die Ausstellung in der Kunstsammlung freitags von 16 bis 18 Uhr, samstags zwischen 11 und 13 Uhr sowie sonntags von 11 bis 13 Uhr und zwischen 16 und 18 Uhr.
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