Eschweiler - Korbleger-Training mit dem Zwei-Meter-Mann

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Korbleger-Training mit dem Zwei-Meter-Mann

Von: Anja Klingbeil
Letzte Aktualisierung:
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So kennen ihn die Basketballfans: der 38-jährige Stephen Arigbabu in Aktion. Diese Zeiten sind vorbei. Vor drei Tagen hat er seine Profi-Karriere beendet.

Eschweiler. „Boah, der kriegt ja jeden Ball rein.” Bei einigen Schülern geht der Mund kaum mehr zu. So geht das also, wenn man es richtig gut kann. Und dass Stephen Arigbabu es wirklich richtig gut kann, hat er im Verlauf seiner Karriere oft genug gezeigt. Vor drei Tagen hat er seine Karriere beendet.

Etliche Meistertitel in Deutschland, im europäischen Ausland und den Vize-Europameistertitel mit der Deutschen Nationalmannschaft hat der 38-Jährige geholt.
Rebound und Slum Dunk

Ans Rentnerdasein hat er sich aber noch nicht gewöhnt. „Schon ein komisches Gefühl, heute hier zu stehen”, sagt er und lächelt aus einer Höhe von 2,08 Metern herab. Es wird wohl noch dauern, bis er realisiert, dass er selber nicht mehr auf dem Platz steht. „Ich glaube, wirklich komisch wird es erst für mich, wenn die Saison wieder beginnt und ich bin nicht dabei.”

Am Freitag war der sympathische Arigbabu zu Gast in der Kaiserhalle. Und hatte wieder einen Basketball in der Hand. Im Rahmen der Projektwoche an der Liebfrauenschule trainierte er dort mit 50 Pennälern. Zeigte ihnen wie das mit Rebound (Abpraller) und Slum Dunk (den Ball mit Wucht in den Korb stopfen) funktioniert.

„Die Schüler sind total begeistert”, freut sich Sportlehrer Hans Mainz. Arigbabu soll die Kids für Basketball begeistern das schafft er nach kurzer Zeit. „Wir wollen, dass in Eschweiler wieder mehr Basketball gespielt wird”, betont Kurt Creutz, Vater eines Schülers und Geschäftspartner des ehemaligen Basketballers, der den Kontakt vermittel hat.

Sind denn einige Talente dabei? „Auf jeden Fall! Bei manchen sieht man direkt schon gute Anlagen, das erkenne ich an den Bewegungen”, sagt Stephen Arigbabu. Dabei werde von vielen immer gesagt, dass es in Deutschland keine Basketball-Talente gibt. „Stimmt, aber nicht”, sagt Arigbabu voller Überzeugung.

Er selbst ist auch eher durch einen Zufall zu diesem Sport gekommen. „Vorher habe ich Fußball gespielt und geangelt.” Dann ist er mit einem Freund zum Training gegangen. Gefallen hat es ihm beim ersten Mal nicht. Dafür im zweiten Anlauf. Das Angeln hat Stephen Arigbabu übrigens nicht aufgegben. „Auch wenn ich keinen Fisch esse, aber dabei kann ich so wunderbar entspannen.” Die Fische werden dann an Freunde verschenkt.

Und die hat es den Pennälern gefallen? „Total gut. Wobei ich zugeben muss, dass ich ihn vorher nicht kannte. Aber er hat mir echt ein paar gute Tricks beigebracht”, sagt Britta Pelschow (12 Jahre).
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