Eschweiler - Konstantin Wecker präsentiert „Jeder Augenblick ist ewig“

Konstantin Wecker präsentiert „Jeder Augenblick ist ewig“

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Beherrscht die Kunst der musikalischen Lesung: Konstantin Wecker. Er ist im März in Eschweiler zu erleben. Foto: Thomas Karsten

Eschweiler. Jeder Augenblick ist ewig. Und jede im Kunstgenuss geteilte Zeit mit Konstantin Wecker ebenso. Am Sonntag, 16. März, ist der Liedermacher in der Festhalle Weisweiler zu erleben.

Ob Konstantin Wecker aus seinen Poesiewerken liest, aus seinen autobiografischen Büchern zitiert oder aus seinem Liedwerk schöpft – immer bleibt die Zeit stehen und die unendliche Wahrhaftigkeit authentischer Kunst aus Geschriebenem, Gelesenem und Gesungenem ergießt sich.

Hinfallen und wieder aufstehen

War das zuletzt hoch gefeierte Programm Wut und Zärtlichkeit durch die Begleitung herausragender Musiker ein beinahe orchestrales Ereignis, erleben wir nun Konstantin Wecker pur. Solo. Allein mit sich und Gott und der Welt.

Texte, Lieder, Dialoge mit dem Künstler, einen Abend lang. Was genau erwartet den Hörer? Das weiß noch nicht einmal der Künstler selbst, denn jetzt ist der Augenblick gekommen, wo er sich und dem Publikum diese Auswahl spontan zugesteht...

Eine Lebensbeichte in drei Dutzend Liedern, Gedichten und Anekdoten, die eine Geschichte des Scheiterns und Hinfallens erzählten, aber auch vom Wieder aufstehen und Weitermachen berichteten. Die Kunst der musikalischen Lesung in der Festhalle Weisweiler beginnt um 20 Uhr.

Nur elf Tage später gastiert Hannes Wader auf Einladung des Kulturzentrums Talbahnhof in der Indestadt. „Nah dran“ heißt sein Programm, das er am Donnerstag, 27. März, ab 20 Uhr in der Aula der Realschule Patternhof präsentiert. Hannes Wader ist eine Legende – schon jetzt. Viele seiner Lieder sind Allgemeingut geworden, werden von Generation zu Generation weitergegeben und immer wieder neu gesungen.

Wer kennt nicht „Heute hier, morgen dort“, das mittlerweile zu den beliebtesten deutschen Volksliedern gerechnet werden kann? Er ist der Autor und Interpret von Liedern, die intimste Empfindungen ausdrücken, was er seit seinem ersten Album von 1969 eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Er ist aber auch der Volkssänger und der politische Mensch, der Stellung bezieht, sich mit seinen Liedern einmischt und damit zu wichtigen Bewegungen in den letzten Jahrzehnten den „Soundtrack“ geliefert hat. Kurz nach seinem 70. Geburtstag im Juni 2012 veröffentlichte Hannes Wader mit dem Titel „Nah dran“ eine CD mit neuen Liedern, die er – neben vielen anderen bekannten und vertrauten – bei den Konzerten seiner gleichnamigen Tournee vorstellen wird.

Im Eingangslied des Albums „Dass wir so lang leben dürfen“ heißt es: „Stark wie Eichen, die nicht weichen, zart wie Seerosen auf Teichen.“ Diese Metapher trifft genau das, was Hannes Waders Liedkunst ausmacht. Sie ist ungebeugt und kraftvoll, aber auch zart und zerbrechlich. Ob in „Der Drache“ Bilder aus Waders Kindheit auftauchen oder ob mit Boulevard St. Martin der Widerstandskämpfer Peter Gingold geehrt und ein Zeichen gegen das Vergessen gesetzt wird, immer strahlt Klarheit und Liebe aus den Worten, hat seine Stimme Kraft und Schönheit.

Eine Hommage an den im vergangenen Jahr verstorbenen Kollegen Franz Josef Degenhardt findet sich in dem musikalischen Nachruf „Alter Freund“. Genau so behutsam wurden die weltbekannten Songs von Pete Seeger, Tom Paxton und Jacques Prévert von Wader mit eigenen deutschen Texten versehen. Auch der Wader-typische schwarz-trockene Humor kommt nicht zu kurz.

Im Titellied schildert der Sänger seine Erfahrungen beim Kennenlernen des weiblichen Geschlechts. Wortwitz und Ironie werden hier zu großer Kunst. Sogar den Gedanken an das eigene Ende verpackt der Künstler im Lied vom Tod in ein augenzwinkerndes episches Vermächtnis.

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