Konfirmandengruppe besichtigt Moschee

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Begegnung: Bahri Cifci (Mitte links) und Imam Mustafa Baris (Mitte rechts) freuten sich über den Besuch.

Eschweiler. Was glauben die Andern? Mit dieser Frage hat sich eine Konfirmandengruppe der evangelischen Kirchengemeinde Weisweiler-Dürwiß mit Pfarrer Wolfgang Theiler auf den Weg zu einem Besuch in der türkisch-islamischen Moschee in der Wollenweberstraße gemacht.

Dort wurden sie herzlich empfangen. Sachkundig und engagiert wurde den Jugendlichen die Grundzüge islamischen Glaubens vor, die sogenannten „Fünf Säulen” erklärt, die für jeden gläubigen Muslim vorgeschrieben sind: das Glaubensbekenntnis, das rituelle Gebet, die Armensteuer, das Fasten im Fastenmonat und die Pilgerfahrt nach Mekka. Dabei wurde betont, dass in religiösen Fragen kein Zwang ausgeübt werden darf und schon gar keine Gewalt. Im Wort „Islam” sei schließlich das arabische Wort für „Frieden” enthalten.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Gebetsraum, in dem sich die Jugendlichen einfanden. Der Boden ist ganz mit Teppichen ausgelegt, um die verschiedenen Gebetshaltungen einnehmen zu können. In einer Ecke befindet sich die Nachbildung eines Minaretts, von wo der Imam den Gebetsruf anstimmt.

In östlicher Richtung ist eine Nische, die sogenannte Mihrab aufgestellt, wo der Vorbeter beim Gemeinschaftsgebet seinen Platz einnimmt. Die Wände sind mit Fotos der für Muslime heiligen Pilgerstätten und kunstvoll gestalteten Schriftzügen geschmückt.

Für den neuen Imam der Moscheegemeinde, Mustafa Baris, der seit fünf Monaten mit seiner Frau und zwei Kindern in Eschweiler wohnt, war es die erste Begegnung mit einer Jugendgruppe der evangelischen Kirche. Noch braucht er eine Übersetzung für seine Antworten auf die Fragen der jungen Gäste.

Einen Deutschkurs hat er schon in der Türkei absolviert, aber es braucht Zeit, um sich in einer neuen Sprache umfassend ausdrücken zu können. Das weiß auch der Vorsitzende des Türkisch-islamischen Kulturvereins, Bahri Cifci, der seit 16 Jahren in Eschweiler heimisch ist. Man sei gerne bereit, bei über die Moschee und den Islam zu informieren, erklärte er.

Erfreut zeigte er sich auch über die Einladung zum Gegenbesuch, die Pfarrer Theiler aussprach.
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