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Kommentiert: Geschlossenheit siegt

Ein Kommentar von Patrick Nowicki

Das Ergebnis ist eindeutig: Die meisten Eschweiler setzen auf die Sozialdemokraten und ihren Spitzenkandidaten Rudi Bertram.

Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Aber sagen sie alles? Die SPD hat in der Summe etwa 100 Stimmen im Vergleich zur Wahl 2009 verloren. Im Gegenzug legte die CDU 531 Stimmen zu. Dass es dennoch für die Genossen reichte, ihren Vorsprung im Rat auszubauen, ist der geringeren Wahlbeteiligung und dem schwachen Abschneiden der kleinen Parteien geschuldet. Vier Kleinstfraktionen im Rat versprechen in den kommenden sechs Jahren zwar große Meinungsvielfalt, unter dem Strich ist deren Meinung aber politisch kaum von Bedeutung. Die SPD muss sich in dieser Wahlperiode keinem politischen Partner anpassen, sondern kann alleine entscheiden. Das ist der Wille des Wählers, daran gibt es nichts zu rütteln!

Der Sieg Rudi Bertrams bei der Bürgermeisterwahl ist nicht überraschend, die absolute Mehrheit der SPD ist es schon. Einige Wahlkreise mussten neu besetzt werden, mit dem Fraktionsvorsitzenden Leo Gehlen verlor die Partei eine zentrale Figur. Der SPD-Stadtverband löste dies mit einer Teamleistung. Die Kandidaten blieben nicht an den Wahlständen stehen, sondern zogen von Haus zu Haus, von Tür zu Tür. Das scheint vielen Bürgern gefallen zu haben. Ein ebenso großes Plus: Egal welche Entscheidung in den vergangenen Jahren gefällt wurde, die Reihen der SPD blieben immer geschlossen. Genau dies konnte man in den vergangenen Jahren von den Oppositionsparteien nicht immer behaupten.

Und natürlich: Der Bertram-Bonus brachte die ein oder andere Stimme. Aber dahinter verschanzen sich die Wahlverlierer zu gerne. Tatsache ist, dass die Oppositionsparteien ihre Profile nicht ausreichend geschärft haben. Sie haben es den Menschen nicht klargemacht, warum bei ihnen das Kreuz auf dem Wahlzettel besser angelegt ist. Themen gab es genug: Blausteinsee-Resort, Stadtfinanzen, Arbeitslosigkeit und, und, und.

Die SPD jubelte in der Wahlnacht. Rudi Bertram blieb besonnen und warnte: „Es liegen sechs schwere Jahre vor uns.“ Recht hat er.

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