Eschweiler - Komiker Robbi Pawlik als Bademeister Schaluppke im Talbahnhof

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Komiker Robbi Pawlik als Bademeister Schaluppke im Talbahnhof

Von: cca
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Komiker Robbie Pawlik alias Bademeister Schaluppke mit seinem Megafon. Vom Beckenrand aus behält er den Überblick in seinem Kölner Schwimmbad. Foto: Rebecca Leisten

Eschweiler. Unterwegs mit Spaß, Elan und Abwechslung – das ist Robbi Pawlik. Der Kölner Komiker betrat in seiner Paraderolle als Bademeister Schaluppke die Bühne des Talbahnhofs.

In weißen Shorts, einem weißen Hemd samt dunkelblauer Trainingsjacke und typischen Schwimmbad-Latschen zeigte sich der Bademeister dem Publikum – darunter einige Bademeister. „Sie können meine Sprüche gerne in Ihrem Job benutzen. Manchmal kommen ganze Belegschaften in meine Show“, sagte er und lachte.

Zu seinem zehnjährigen Bühnenjubiläum präsentierte er das Programm „10 Jahre unterm Zehner.“ Direkt am Anfang stellte Schaluppke klar, dass „Bademeister“ nun Fachangestellter für Bäderbetriebe heißt. Vermeintlich um den Ruf des Berufes zu verändern, wie er erklärte: „Bademeister – ein sehr klischeebehafteter Berufszweig. Alle denken direkt an Baywatch und meinen, ich säße den ganzen Tag in einem Stuhl, gucke Frauen hinterher und schreie ‚Geh duschen!‘ Dabei leisten Bademeister viel mehr!“ Mit dem Lied „Im feuchten Milieu“ besang Schaluppke den verantwortungsvollen Alltag eines Bademeisters und brachte das Publikum zum Lachen.

Feuchte Milieus

Vom trockenen Humor über feuchte Milieus ging es zum abwechslungsreichen Berufsalltag. „Ich bin mehr als ein Bademeister. Ich bin gleichzeitig Psychologe, Pädagoge und Mediator“, so Schaluppke und verdeutlichte die Herausforderungen im Schwimmbad. Denn letztens kam ein Mädchen aufgelöst zu ihm und sagte: „Die dumme Nuss dahinten hat mich ertrunken!“ Daraufhin zitierte der Bademeister das „Puber-Tier“ Lara-Luana zu sich und klärte die Situation. Dabei stellte er fest, dass Mädchen in einem bestimmten Alter in der Lage sind, die Augen nach hinten zu drehen. „Dumm nur, dass da drinnen nichts ist!“, witzelte Schaluppke.

Der Arbeitsalltag beginnt für Schaluppke bereits um 5 Uhr morgens. Ab 6 Uhr kommen die Senioren, anschließend die Triathleten. Vor allem eine Gruppe türkischer Jungs hat es dem Bademeister angetan: „Die sind so lieb und drücken mir immer Sprüche rein, als wäre ich Chuck Norris. Letztens meinten sie, ‚Wie viele Liegestütze schafft Schaluppke? Alle!‘“ Gerade bei den Teenagern fungiert der Kölner auch als Stilberater. Wenn die Jungs in Boxershorts kommen, werden sie gleich wieder in die Kabine geschickt.

Immerhin ist es Unterwäsche und er weiß nicht, ob sie frisch ist. „Nachher haben wir im Wasser eine ganz andere Art von Multikulti!“, verdeutlichte Schaluppke. Diese Teenies sind es dann auch, die vom Zehner-Brett springen wollen, um die anderen zu beeindrucken. Nur, dass sie den Springturm nicht Zehner nennen, sondern „Acapulco-Tower.“ Und wenn der mal zu ist, bekommt der Bademeister zu hören: „Ey Chef! Ich will Zehner!“ Mehr als ein „Dann spring zwei Mal vom Fünfer!“, bekommen sie dann nicht von Schaluppke zu hören.

Rüstige Rentner

Neben den Teenagern halten auch die Senioren den Kölner auf Trab. Spätestens wenn Omi Krause in einem Leopard-Bikini samt Tanga an das Becken kommt, muss er auch hier für Stilfragen her halten. Auch wenn Opa Heinrich mit seiner Fremdenfeindlichkeit anfängt, muss Schaluppke eingreifen und diktiert dem rüstigen Rentner „Alle Kölner gegen die Islamisierung des Schwimmbades schwimmen heute auf der rechten Seite. Um 7.45 Uhr wird zurückgeschwommen!“ Doch es sind nicht nur Teenies und Senioren, die dem Alltag eines Bademeisters Abwechslung verleihen, sondern auch hochmotivierte Eltern und ihre verwöhnten Kinder. Schaluppke reißt spätestens die Wutschnur, wenn er von einer sechsjährigen Marie Sofie zu hören bekommt „Ich will auch ein Pool-Pony. Dafür hat meine Mutter bezahlt!“

Bei all den Geschichten aus dem Berufsalltag eines Bademeisters vergessen die Zuschauer, dass Schaluppke eine Rolle von Robbi Pawlik ist. Denn er spielt den Charakter meisterlich und dermaßen überzeugend, dass Pawlik Schaluppke ist! Als Zuschauer kauft man ihm seine Anekdoten ab und vor allem bringt er seine Gäste zum Lachen. Nicht nur ein verhaltenes Lächeln, sondern ein herzhaftes Gelächter. Zudem bindet Pawlik sein Publikum ein. Bei einer gemeinsamen Esoterik-Übung mit Aufforderungen zum „Gesicht zwischen das Gesäß halten“ bleibt kein Lachmuskel ungenutzt. „10 Jahre unterm Zehner“ ist eine brüllend komische Show voller Witz, Geschichten und Musik.

 

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