Eschweiler - Kölns Kammerphilharmoniker: Violoncello findet Weg zum „Belcanto“

Kölns Kammerphilharmoniker: Violoncello findet Weg zum „Belcanto“

Von: jope
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Das Eschweiler „Klassik-Jahr“ geht wie gewohnt mit einem Konzert der Kammerphilharmonie Köln zu Ende: gute Aktustik, herausragende Solisten.

Eschweiler. Es gehört schon zum „guten Ton“ und zur Tradition des Eschweiler Musikjahres, dass selbiges jeweils am 28. Dezember mit einem Auftritt der Kammerphilharmonie Köln endet. Und dies jeweils in der Evangelischen Dreieinigkeitskirche, die sich mit ihrer norddeutsch-neogotischen Architektur und einer gelungenen Akustik ideal für kammermusikalische Darbietungen eignet.

Kantor Gerhard Behrens, der das Jahresabschluss-Konzert anmoderierte, weiß davon ein Lied zu singen: bei seinem Kantorendienst, jüngst bei seiner Aufführung des Bachschen „Weihnachtsoratoriums“ mit der Evangelischen Kantorei und dem Cantabile-Chor.

Nun also hieß es: Da capo, Kammerphilharmonie Köln! Ihre Beliebtheit in Eschweiler, nicht zuletzt durch ein „volles Haus“ und minutenlangen Beifall zu Beginn und am Ende des Konzertes offenbart, macht sich vor allem an der beherzten Interpretation des vielfältigen Repertoires aus Barock, Klassik und Romantik fest. Dabei „federführend“ - denn eine Stabführung benötigen die sieben exzellenten und homogen aufeinander abgestimmten Streicher nicht -: das aus Schlesien stammende Multitalent Sabine Könner.

Eben noch an der Kasse Karten und Informationen verteilend, fungierte sie als Taktgeberin, erste Geigerin und bisweilen sogar Gesangsolistin, welche das Orchester dazu noch dezent dirigierte. So beim immer wieder gern gehörten und zu Herzen gehenden „Ave verum corpus“ von Mozart und bei der als „Largo“ bekannten Arie des Georg Friedrich Händel aus seiner Oper „Xerxes“.

Extraklasse verrieten die beiden Streicher-Solisten des Abends: Wie die Griechin Evridiki Iliadou im äußeren Auftreten einen strengen künstlerischen Ernst verkörperte, so verströmte ihr Solopart in Tschaikowskys Andante kantable Schönheit und Wärme. Dies übertrug sich dann nach dem Abebben der Anspannung auch auf ihr Gesicht, als der Beifall des aufmerksamen Publikums nicht enden wollte.

Und einen dritten - sehr jungen - Solisten schlossen die Eschweiler Musikliebhaber ebenfalls in ihr Herz: Der erst 22-Jährige Mühlheimer Geiger Anton Georg Gölle entlockte seiner Violine in Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ (Der Herbst und der Winter) sowie dem Konzert Nr 1 a-moll für Violine, Oboe, Streicher und Basso coninuo alle virtuosen und zarten Töne, welche diesem Instrument zu eigen sind.

Als Zugabe gab es das Werk von Vittorio Monti, der trotz mehrerer Kompositionen wohl nur durch ein Werk der Nachwelt so richtig bekannt ist: den feurigen Czardas für Violine und Streicher.

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