Klüngelköpp lassen Stääne im Bahnhof tanzen

Von: vr
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Mit „Stääne” gewannen sie
Mit „Stääne” gewannen sie den ersten „Loss mer singe”-Wettbewerb und bedankten sich nun mit einem exklusiven Konzert im Talbahnhof: die „Klüngelköpp” aus Köln. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Zum Finale wollten sie „Trömmelche” hören, allerdings nicht den Hit der „Räuber”, sondern das „Trömmelche” der „Klüngelköpp”: das Publikum des „Loss mer singe”-Exklusivkonzertes der Kölner im Talbahnhof war am Sonntagabend jedenfalls restlos begeistert und zog nach über zwei Stunden Musik mit einer spontanen Samba-Polonaise durch den Raum.

Mit ihrem Konzert bedankten sich die „Klüngelköpp” für den Sieg im vergangenen „Loss mer singe”-Wettbewerb bei ihren Fans aus der Indestadt und brachten neben ihren etablierten Hits sowie dem Gewinnersong „Stääne” vor allem auch neue Lieder aus ihrem am 4. November erscheinenden Album „In Kölle verliebt” zu Gehör, unterstützt von zahlreichen Kehlen aus dem Publikum, das dank Textheft wieder einen wunderbaren Chor bildete.

„Jede Bewegung braucht etwas Zeit, die geben wir auch ´Loss mer singe´”, weiß Achim Bergs vom Eschweiler „LMS”-Team und in der Tat kann die am Karnevalssonntag des letzten Jahres ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe, bei der regionale wie überregionale Bands ihre Hits für die jeweils anstehende Karnevalssession einem Publikum präsentieren, das mittels Textheft zum Mitsingen eingeladen ist, als „Bewegung” bezeichnet werden.

Was in Köln schon seit Jahren Kult ist, scheint auch in Eschweiler immer mehr Anhänger zu finden. Davon konnten sich die „Klüngelköpp”, eine der aufstrebenden, noch relativ jungen Kölner Mundartbands, bei ihrem Exklusivkonzert am Sonntag im Talbahnhof überzeugen.

Wo sonst nur wenige Minuten zum Aufbau der Instrumente auf den Karnevalsbühnen der Region bleiben, konnte die Band um Frontmann Frank Reudenbach am Sonntag ganz entspannt ihre Songs von Hits wie „Kölsche Nächte” oder „Stääne” bis hin zu den neuen Stücken wie „Verliebt in Kölle” aus ihrem in Kürze erscheinenden ersten Album präsentieren. In entsprechend guter Spiellaune enterte das Sextett mit den Schiebermützen den Talbahnhof und besangen von Düsseldorfs „Schicki-Micki” bis „Schmitze Billa” Leute wie du und ich.

Also „Minsche wie mir”, denn auch der Höhner-Titel kam zu Gehör, allerdings von der „Loss mer singe”-Band, die die „Halbzeitpause” nutzte und zum gemeinsamen Schunkeln und Singen animierte. Ob ausgelassene Stimmung beim „Trizonesien Song” oder Gänsehaut-Atmosphäre durch „En unserem Veedel”, die Klavia-tur der (kölschen) Gefühle beherrschen die jungen Musiker von „LMS” bereits perfekt. Da blieb den „Klüngelköpp” gar nichts anderes übrig, als zum zweiten Set noch einmal so richtig aufzudrehen, inklusive Samba-Trommelshow zu „He in unserem Veedel” und ihrem Siegersong „Stääne”, zu dem Eschweilers „Talbahnhof-Chor” nicht nur fleißig intonierte, sondern sogar eine eigene Choreographie beisteuerte.

„In Kölle verliebt” sind die „Klüngelköpp” ohne Zweifel, das merkt man ihren Liedern und Geschichten rund um die Stadt am Rhein an, die nicht immer „Brav” sind, halt so wie „Dat Levve” spielen, nicht ohne „Massel” auskommen und im Endeffekt immer wieder zur „Kölschen Fiesta” werden. Aber spätestens seit Sonntagabend haben sich die „Klüngelköpp” auch eine bißchen in „Eischwieler” verguckt, „Loss mer singe” sei Dank.
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