Kleister und Kleber stehen bereit

Von: Stefan Herrmann
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Seit dem Wochenende verschwunden: Die großen Wahlplakate an der Aachener Straße. Doch die Verschnaufpause dauert nicht lange. Schon Mitte Juli startet die nächste Werberunde um die Wählergunst. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Fußballweisheiten sind mittlerweile universell einsetzbar. Und so heißt das Motto der Eschweiler Parteien in Anlehnung an eine der Grundregeln des kickenden Rasenpersonals: „Nach der Wahl ist vor der Wahl.”

Kaum hat Europa seine Stimme - zumindest von 40,6 Prozent der Wahlberechtigten - an der Inde erhalten, steht bei den Wahlkämpfern Kleber und Kleister für die nächste Plakatrunde schon bereit.

Die Spitzenkandidaten für die Europawahl haben ausgedient: Die Schulzes, Koch-Mehrins und Paulis verschwinden langsam von der Bildfläche, die lokalen und regionalen Politiker übernehmen (neben der Dauerpräsenz der Bundespolitiker) das Plakat-Ruder.

„Wir hängen in circa sechs Wochen die Plakate für die Kommunalwahl auf”, peilen CDU-Geschäftsführer Rudi E. Lennartz und sein Wahlkampf-Team Mitte Juli an.

Trotzdem bleiben die alten Europawahlplakate nicht mehr lange hängen. Die Christdemokraten wünschen in der Zwischenzeit dem 2009 häufig geforderten Wahlvolk mit einem „Auch in schwierigen Zeiten: Genießen Sie den Sommer!” reichlich Sonne und unbeschwerte Stunden vor dem nächsten Urnengang. 70 Dreiecksständer und knapp 50 Mastabhänger werben für die Eschweiler CDU von St. Jöris bis nach Weisweiler. Dazu kommen noch die großen Stellwände, die so genannten „Wesselmänner”, wie sie bis zum Wochenende beispielsweise neben dem Skaterpark an der Aachener Straße standen.

Bei der SPD, erklärt Marion Haustein, sei jeder Ortsverein für den Auf- und Abbau der Plakate verantwortlich. Bis spätestens nächsten Freitag sollen aber alle Europawahlplakate verschwunden sein. „Wer, wo, wann - das wird bei uns alles vor Ort geregelt”, sagt die Geschäftsführerin

Die Liberalen setzten ihr Plakatversprechen am 7. Juni um und präsentierten sich nach 10,1 Prozent Wählerstimmen in der Indestadt „stark vor Ort”. Das knallige Gelb verbleicht allerdings zusehends nach reichlich Regen in der Woche nach der Wahl.

Am Dienstag sollen die Europawahlplakate aber spätestens weg sein, verspricht der FDP-Vorsitzende Ulrich Göbbels. Ein Unternehmen kümmere sich derzeit darum. Zur Kommunalwahl weht dann wieder ein frisches Gelb durch die Stadt. „Etwa 400 Stück werden es dann sein”, so Göbbels.

Auf einen Auftragnehmer, der die Plakate entfernt (und vorher aufhängt), setzten seit Jahren auch die Grünen. Seit dem Wochenende, berichtet Franz-Dieter Pieta, seien aber alle grünen Plakat-Tupfer aus der Indestadt verschwunden. Los geht´s dann wieder vier bis sechs Wochen vor der Kommunalwahl. „Diesmal ohne Wums, dafür mit einem kommunalen Slogan”, plant Pieta mit etwa 600 Plakaten seiner Partei in Eschweiler.

Bei der UWG sind laut Geschäftsführer Peter Schubert schon alle 150 Euro-Plakate aus dem Stadtbild verschwunden. „Heute haben wir die letzten eingesammelt”, versicherte er am vergangenen Freitag. Die nächste Werberunde um die Wählergunst beginnt bei der UWG ebenfalls Mitte Juli: „Vorschriftsmäßig sechs Wochen vor dem Urnengang”, so Schubert. 500 Plakate für die Wahlen zum Stadtrat, 100 für die Städteregion. „Aus eigenen Mitteln finanziert”, betont Schubert, dass die UWG ein Verein - und keine Partei - ist.

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