Klavier-Talent Aaron Fehr spielt sich ganz weit nach vorne

Von: Christoph Hahn
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Stolz auf erfolgreiche Klassik-Talente: Stolbergs Musikschulleiter Herbert Merz freut sich über die zweiten Plätze, die die von ihm ausgebildeten Pianisten-Junioren Florian Koch (l.) und Aaron Fehr beim Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert” in Aachen errungen haben. Foto: Christoph Hahn

Stolberg/Eschweiler. Aaron Fehr weiß, woher er´s hat: „Mein Vorbild ist der Herr Merz”, sagt der Zwölfjährige im Proberaum der Stolberger Musikschule an der Frankentalstraße 3. Dort, im zweiten Stock und umgeben von einer quirligen Auswahl der insgesamt 450 Zöglinge, freut sich der Junge aus Kinzweiler über seinen großen Erfolg.

Beim Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert” konnte Aaron einen zweiten Preis erringen - und nicht nur er, sondern auch der neunjährige Florian Koch aus Stolberg. Verständlich, dass auch Musikschul-Chef Herbert Merz über alle Backen strahlt.

Dass Aaron gerade am Konzertflügel punkten konnte, verwundert eigentlich ein bisschen. Denn das Instrument der ersten Wahl ist für den Schüler eigentlich die Trompete. Auch auf dem Blechblasinstrument hat er beim Wettbewerb der jungen Musik-Talente bereits schöne Erfolge einfahren können. Doch in diesem Jahr ist die Trompete bei „Jugend musiziert” halt nicht dran, erst 2012 wieder.

Dass das Klavier für ihn keine Verlegenheitslösung ist, stellt Aaron Fehr unmissverständlich klar: „Ich will das machen, was ich wirklich will.” Die Vorbereitung - seinen Erfolg verdankt das Doppeltalent seiner Interpretation von Werken aus der Feder von Bach, Beethoven und Bártók - hat der Klassik-Fan gewissenhaft, aber nicht übertrieben angepackt.

„Ich seh´s sportlich”

Auch den Regionalwettbewerb in der Aachener Musikschule nahm er gelassen: „Ich seh´s sportlich.” Die Zukunft gibt Aaron Fehr auf jeden Fall zu schönen Hoffnungen Anlass: Soeben hat er die Aufnahme für das „Pre-College”, die Junioren-Akademie der Musikhochschule in Köln geschafft - mit Bravour, versteht sich.

Ein erstaunlicher junger Mann ist aber auch Florian Koch. „Erst anderthalb Jahre”, so sein Lehrer Herbert Merz, „hat er Klavierunterricht.” Seinen Erfolg hat er - wie Aaron - ohne Ochsentour und Klimmzüge erreicht: „Zehn Minuten am Tag hat er geübt”, weiß seine Mutter. Sonst auf seiner Tagesordnung: Blockflöte, vor allem aber Schwimmen und Fußball - ein ganz normaler Junge eben.

Herbert Merz sieht sich im Übrigen durch die Erfolge in seiner pädagogischen Arbeit bestätigt: „Mir ist wichtig, dass die Schüler auch wollen.” Stetigkeit bei der Vorbereitung sei wichtig: „Wenn jemand bei Jugend musiziert mitmacht, muss er einfach jeden Tag üben.”

Das heißt aber nicht, dass nach Schule und Hausarbeiten schon wieder Pauken, Pauken und nochmals Pauken angesagt gewesen wäre: wie die vergleichsweise kurzen Übungszeiten von Florian Koch beweisen - die er jedoch mit ganzem Einsatz und voller Konzentration bewältigt.
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