Kita „Sonnenschein“: Die integrativen Kita-Plätze sind sehr gefragt

Von: ran
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Spielen, toben, musizieren und gemeinsame Erfahrungen sammeln: die Kinder der integrativen Kindertagesstätte „Sonnenschein“. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Seit dem 1. August 2012 befindet sich die Kindertagesstätte „Sonnenschein“ als Bestandteil des Kinder- und Familienzentrums St. Marien Röthgen in der Trägerschaft der Caritas Lebenswelten GmbH. Nach den Herbstferien des zurückliegenden Jahres folgte der Umzug der damals 43 Kinder, die in zwei „Regelgruppen“ von sechs pädagogischen Mitarbeiterinnen betreut wurden, in neue Räume auf dem Schulhof der Karlschule.

Am 1. August 2013 begann schließlich eine neue Zeitrechnung für die Kinder sowie das inzwischen erweiterte Betreuerteam um Leiterin Anita Permantier. Denn die Kita „Sonnenschein“ ist seit nunmehr fast zwei Monaten eine integrative Kindertagesstätte.

36 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren, davon 15 in der integrativen „Sonnengruppe“ sowie 21 in der „Sternengruppe“, werden von elf Mitarbeiterinnen und einem Mitarbeiter betreut. Das Betreuerteam deckt dabei die Berufsfelder Erziehung, Heilerziehungspflege, Logopädie, Physiotherapie sowie systemische Familientherapie ab.

Jedes Kind individuell betreuen

„Unsere Aufgabe und unser Ziel bestehen darin, jedes Kind ausgehend von seinen Bedürfnissen individuell zu betreuen“, betont Anita Permantier. Dabei sei der Andrang seitens der Eltern quer durch die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen groß. „Es besteht eine große Nachfrage nach integrativen Plätzen.

Und zwar sowohl von Eltern mit Kindern, die einen besonderen Förderbedarf aufweisen, als auch von Eltern, deren Kinder dies nicht tun. Vielen Eltern ist es einfach wichtig, dass Kinder beider Gruppen miteinander aufwachsen und sich gemeinsam entwickeln“, hat die Einrichtungsleiterin erfreut festgestellt.

„Ich habe in den zurückliegenden 14 Monaten sehr herzliche Familien mit tollen Kindern kennengelernt“, schaut sie zurück, um den Blick aber gleich wieder nach vorne zu richten: „Es geht darum, täglich zu erkunden, wo Impulse gesetzt werden können, um jedes Kind individuell und auf Augenhöhe in seiner Entwicklung zu unterstützen.“

Und dies jenseits von jedem Schubladendenken, das noch nie jemandem gut getan habe. Um diese Zielsetzung in die Tat umsetzen zu können, sind Eigeninitiativen der Betreuer in Sachen Weiterbildung unumgänglich.

„Eine Kollegin hat ein Studium zur ‚frühkindlichen Entwicklung‘ aufgenommen, eine weitere Mitarbeiterin durchläuft die zusätzliche Ausbildung zur Heilpädagogin. Beides geschieht berufsbegleitend“, unterstreicht Anita Permantier.

Von Vorteil für die Entwicklung der integrativen Kindertagesstätte „Sonnenschein“, die den Schwerpunkt „Sprache“ setzt, ist natürlich auch die räumliche Nähe zum Kinder- und Familienzentrum St. Marien, das „Am Burgfeld“, also nur gut 300 Meter entfernt, beheimatet ist.

„Dies ermöglicht eine enge konzeptionelle Zusammenarbeit, gemeinsame Angebote sowie auch einen regen Austausch zwischen den Mitarbeitern beider Einrichtungen“, nennt Anita Permantier Pluspunkte.

Ebenso werden Kooperationen, zum Beispiel ein Vorleseprojekt, mit den Verantwortlichen der Karlschule und deren „Offener Ganztagsschule“, die sich unter der Trägerschaft des Kinderschutzbundes befindet, angestrebt.

Darüber hinaus bilden die musikalische Früherziehung in Zusammenarbeit mit der Musikschule Eschweiler sowie das Projekt „Lebenswelten“, in dem die Kinder der Kita „Sonnenschein“ einmal pro Monat die Bewohner des AGO-Seniorenzentrums am Jägerspfad besuchen, weitere wichtige Bestandteile des Gesamtkonzepts.

Entscheidend sei, dass alle Kinder bedürfnisgerecht gefördert würden. Die Kinder ohne besonderen Förderbedarf genauso wie die fünf Kinder mit besonderem Förderbedarf, die innerhalb der integrativen „Sonnengruppe“ betreut werden.

Für letztgenannte gelte der Grundsatz: Frühest mögliches erkennen bedeutet frühest mögliche Unterstützung. Im laufenden Kindergartenjahr kann die Kita „Sonnenschein“ von montags bis freitags jeweils von 7 Uhr bis 16 Uhr besucht werden. „Eltern, die über diesen Zeitraum hinaus die Betreuung ihres Kindes benötigen, unterstützen wir in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt.

Wobei der Bedarf in jedem Jahr neu abgefragt wird und wir die Öffnungszeiten nach dem Bedarf ausrichten“, erklärt Anita Permantier. Insgesamt hat die Einrichtungsleiterin eine deutliche Veränderung beim Betreuungsbedarf registriert: „War früher die Anmeldung von Kindern ab drei Jahren die Regel, wünschen sich viele Eltern inzwischen die Betreuung ihrer Kinder ab zwei Jahren oder jünger.“

In Sachen Anmeldungen können die Verantwortlichen der Kita „Sonnenschein“ zuversichtlich nach vorne blicken. Die Listen für die Jahre 2014 und 2015 sind bereits gut gefüllt. „Eltern fragen ganz bewusst nach Plätzen in unserer integrativen Kindertagesstätte. Dies freut mich sehr“, so Anita Permantier, die einen Grundsatz weiterhin verfolgt. „Jedes Kind findet bei uns seinen Platz.“

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