Eschweiler - Kein Pardon für rücksichtslose Hundebesitzer

Kein Pardon für rücksichtslose Hundebesitzer

Von: ran
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Deutliche Worte: Auf mehreren Schildern weisen die Verantwortlichen des SBZ darauf hin, dass Hunde nicht erlaubt sind. Doch einige Hundehalter ignorieren die Hinweise regelmäßig. Sehr zum Ärger etwa von Georg Wolff. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Seit dem 1. Mai 2012 bewohnt Georg Wolff mit seiner Frau Therese eine Wohnung im Bereich „Betreutes Wohnen“ des Senioren- und Betreuungszentrums (SBZ) der Städteregion Aachen in der Johanna-Neuman-Straße. Das Ehepaar hat sich in seiner neuen Umgebung gut eingelebt und genießt die Möglichkeiten, die zum Beispiel der Gruppenraum mit eingebauter Küche auf der eigenen Etage bietet.

Auch die Parkanlage des SBZ, für dessen Pflege jeder Bewohner einen Obolus entrichtet, nutzen die beiden Senioren gerne und häufig. Doch genau da gibt es ein Problem beziehungsweise mehrere Probleme. Und diese haben vier Beine, kläffen manchmal und hinterlassen hin und wieder unschöne Dinge. Genau genommen, sind natürlich nicht die Vierbeiner das Problem, sondern einige ihrer rücksichtslosen und uneinsichtigen Halter. Denn obwohl auf vier Schildern darauf hingewiesen wird, dass es sich beim Außenbereich des SBZ um ein Privatgelände handelt, auf dem das Ausführen von Hunden verboten ist, ignorieren einige Hundehalter diese Mitteilung in großer Regelmäßigkeit.

„Als das erste Schild aufgestellt wurde, habe ich zahlreiche Hundehalter im Bereich der Einfahrt Odilienstraße darauf hingewiesen“, erinnert sich Georg Wolff. Durchaus mit Erfolg! Denn: „Ich schätze, dass 70 bis 80 Prozent derjenigen, die ihre Hunde auf dem SBZ-Gelände ausführten, nun nicht mehr kommen. Vor allem die Röthgener halten sich inzwischen sehr zurück“, schert Georg Wolff beileibe nicht alle Hundebesitzer über einen Kamm. Aber: Ein „harter“ Kern zeigt sich sowohl von schriftlichen als auch mündlichen Hinweisen unbeeindruckt. Und drückt dies durchaus drastisch aus. So musste sich Georg Wolff schon Sätze wie „Komm, loss d‘r Jeck doch stonn“ anhören. Und auch den Mittelfinger besonders „netter“ Zeitgenossen bekam er schon zu sehen.

„Der Höhepunkt war aber, als es eines Tages um ein Uhr am Mittag an unserer Wohnungstür klingelte und ich durch die Sprechanlage von einer männlichen Stimme wie ein Hund angeknurrt wurde.“ Erbost sind Therese und Georg Wolff ebenso darüber, dass die Hundebesitzer auch keine Rücksicht auf Kinder nehmen. Für diese wurden nämlich in der Parkanlage ein Sandkasten mit Rutsche sowie einige Minigolfbahnen angelegt. „Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie ein Kind im Sandkasten spielte und direkt neben ihm ein Hund das Bein hob“, schüttelt der 83-Jährige, der bereits 15 Jahre lang am Blausteinsee ehrenamtlich tätig war, den Kopf.

Vergessen werden dürften keinesfalls die Rollstuhlfahrer, die teilweise Slalom durch die Hunde-Hinterlassenschaften fahren müssten. „Zehn bis zwölf Personen aus der unmittelbaren Nachbarschaft des SBZ, das heißt, aus der Odilienstraße und dem Bahnhofsbereich, gehen auf Konfrontationskurs“, ist Georg Wolff überzeugt. Die Verantwortlichen des Senioren- und Betreuungszentrums seien heilfroh, jemanden gefunden zu haben, der das Problem anspreche. Zahlreiche andere Bewohner fühlten sich ebenfalls belästigt, trauten sich aber nicht so recht, das Wort zu ergreifen.

Auch mit dem Beirat des SBZ hat Georg Wolff natürlich Kontakt aufgenommen. „Dort kennt man das Problem seit Jahren, hat aber noch keine Lösung gefunden.“ Am wirkungsvollsten wäre wohl, so vermutet Georg Wolff, wenn es den uneinsichtigen Hundebesitzern an ihre Portemonnaies ginge. „Wahrscheinlich die einzige Sprache, die sie verstehen“, befürchtet Georg Wolff. Oder sollte doch noch Vernunft einziehen? Schließlich gebe es in der Nähe des SBZ genügend „wilde“ Plätze, an denen Hunde durchaus erlaubt sind, sind sich Therese und Georg Wolff einig.

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