Eschweiler - Kegeln: „Ohne Daddy“ feiert ein Comeback als Stadtmeister

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Kegeln: „Ohne Daddy“ feiert ein Comeback als Stadtmeister

Von: zsa
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Die Erstplatzierten der 46. Kegelstadtmeisterschaften sowie Schirmherr Rudi Bertram (3. v.r.) und Vereinsvorsitzender Günter Reiche (2. v.r.) freuten sich über den gelungenen Wettbewerb und feierten ihre Titel. Foto: Sandra Ziemons
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Engel Hettwich erzählte von den Tücken des Abnehmens, wie beispielsweise von der Kohlsuppendiät – Lacher waren garantiert. Foto: Sandra Ziemons

Eschweiler. Mit einer bunten Party feierte der Verein zur Durchführung der Eschweiler Kegelstadtmeisterschaft und die Eschweiler Keglerfamilie am Samstagabend den Abschluss der 46. Kegelstadtmeisterschaft. In Haus Flatten waren die Kegelfreunde zusammengekommen, um die Sieger zu küren und mit einem kleinen, aber feinem Rahmenprogramm die Gemeinschaft zu genießen.

Durch den Abend führte abermals Erwin Körfer. „Die 46. Kegelstadtmeisterschaft hatte einiges zu bieten, vor allem ein hohes Niveau“, merkte Günter Reiche, Vorsitzender des Vereins zur Durchführung der Kegelstadtmeisterschaft direkt nach der Begrüßung der Keglerinnen und Kegler an. Die unglaublich hohe Anzahl von 170 Medaillen und das viele Holz sprächen für die guten Leistungen, so Reiche.

Der Wettbewerb sei von Anfang bis Ende wieder sehr spannend gewesen und letztlich hätten erst der letzte Durchgang und wenige Holz über die Sieger entschieden. Stolz sei der Vorstand auch auf die weiterhin steigenden Teilnehmerzahlen. So konnte man auch dieses Mal wieder vier neue Teams gewinnen: Die Mixed-Mannschaften „Freie Bahn 1986“, „KC Pronto Pronto“ und die „Kegelbärenbande“ sowie das Damen-Team „Kegelschnecken“. Insgesamt nahmen 46 Clubs teil, somit erneut zwei mehr als im Vorjahr.

Neben den Teilnehmern selbst bedankte sich Günter Reiche im Namen des gesamten Vorstands auch bei den Gastwirten, die die Bahnen kostenlos zur Verfügung gestellt hatten. Von Oktober 2017 bis Januar 2018 kämpften die Kegelfreunde an sechs Wochenenden auf den Bahnen der Gaststätten Haus Lersch, Zum Alten Rathaus, Autermann, Tannenberg-Stuben und Zum Schwan. Überdies ging Reiches Dank wie immer auch an Schirmherr Bürgermeister Rudi Bertram und Klaus Wohnhaut vom Sponsor Sparkasse Aachen. Bürgermeister Rudi Bertram stellte anschließend fest, dass der Kegelsport vielleicht in anderen Städten ein „aussterbender Sport“ sein mag, wie er es zuletzt in einer Zeitung las, aber sicher nicht in Eschweiler.

Bei den Siegern feierte das Damen-Team „Ohne Daddy“ nach exakt zehn Jahren ein Comeback mit dem Stadtmeistertitel. Zuletzt hatten die Frauen immer den 2. oder 3. Platz geholt. Mit 1859 Holz setzten sie sich dieses Mal gegen die „Dürwisser Mädchen“ durch. Diese landeten mit 1759 auf dem 2. Rang und hatten in den vier Jahren zuvor immer den Stadtmeistertitel geholt. Drittplatziert wurde das Damen-Team „Bunte Acht“ mit 1733 Holz. Bei der Einzelwertung der Damen hatte die Mannschaft „Ohne Daddy“ mit Margret Leifgen ebenfalls die Nase vorn. Mit 531 setzte sie sich gegen die Konkurrenz durch und holte sich zum achten Mal den Titel. Auf Platz zwei und drei folgten Inge Hecker mit 476 und Simone Fröhling mit 457 Holz, beide von den „Dürwisser Mädchen“.

Besonders knapp war der Vorsprung des Stadtmeisters bei den Herren-Mannschaften. Hier siegte das Team „Freitagsleber“ mit 1717 Holz vor dem zweitplatzierten Club „BBK A“ mit 1712 Holz. Die Mannschaft „Freitagsleber“ holte sich somit zum zweiten Mal nach 2011/12 den Titel. Auf dem 3. Rang schafften es die „Kistenteufel“ mit 1703 Holz. Bei der Einzelwertung der Herren wurde erstmals Dieter Fröhling, Mitglied des Clubs „Freitagsleber“ und 1. Geschäftsführer des Vereins zur Durchführung der Kegelstadtmeisterschaft, Stadtmeister. Er schaffte 459 Holz. Mit nur zehn Holz weniger landete Hans Hoven von den „Kistenteufeln“ auf dem 2. Rang. Dieter Düppengießer vom Club „Bunte Acht“ wurde mit 440 Holz Dritter.

Mit 1899 Holz ging der Stadtmeister-Titel der Mixed-Wertung an das Team „Bunte Acht“. Drei Holz weniger erreichten die „Puddelkönige“ und mussten sich deshalb mit Platz zwei begnügen. Den 3. Platz eroberte das Team „Freitagsleber“ mit 1881 Holz.

Genauso viel Freude wie die Siegerehrungen bereitete den Kegelfreunden das Rahmenprogramm der Abschlussfeier. So sorgte Hedwig Sieberichs als Engel Hettwich wieder für Lachattacken. Der „optische Leckerbissen“ erzählte unter anderem vom Abnehmen: „Ich wollte zehn Kilo abnehmen, 15 fehlen noch“. Auch über Kegelbrüder wisse sie nun Bescheid, sagte der Engel. Ihr Liebster habe sie angelogen, er habe die Nacht bei einem Kegelbruder übernachtet. Zehn habe sie angerufen: Bei sechs hätte er übernachtet und bei vier sei er immer noch.

Lachen bis zum Abwinken war auch bei Christian Pape und Dr. Stefan Bimmermann angesagt. Während Pape einen Witz nach dem anderen auf das Publikum abfeuerte, sorgte Bimmermann für die musikalische Untermalung. Einige Sachverhalte brachte Christian Pape knallhart auf den Punkt: „Wer lacht, hat keine Angst. Nehmen wir doch das Beispiel Türkei: Du buchst ein Wochenende und bekommst direkt 20 Jahre. Oder anders: Bist du sexistisch, wirst du heutzutage gefeuert. Bist du Rassist, wirst du gefeuert. Baust du sonst irgendwie Mist, wirst du gefeuert. Aber in den USA wirst du so Präsident.“ Rheinländer lachten alles weg, meinte Pape. So begeisterte er die Kegler auch mit dem Lied „Das merkt doch keiner“, in dem er unter anderem die Dieselaffäre aufs Korn nahm.

Für weitere musikalische Unterhaltung die „Kaafsäck“. Neben einem 80er-Jahre-Medley, einer Auswahl an Schlager-Hits wie „Über den Wolken“ und „Que sera“, begeisterten die Musiker unter der Leitung von Andreas Schmitz auch mit dem Pur-Hitmix und einem ABBA-Medley. Im Anschluss übernahm DJ Martin und legte eine bunte Mischung an Musik auf, zu der die Eschweiler Keglerfamilie bis weit nach Mitternacht tanzte und feierte.

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