Eschweiler - Karneval: Jugend schützen, auch wenn‘s Courage erfordert

Karneval: Jugend schützen, auch wenn‘s Courage erfordert

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Es geht auch ohne: Dass die Hinterlassenschaften feiernder Jugendlicher nach Karneval nicht so aussehen wie auf unserem Bild, darauf haben Polizei und Ordnungsamt ein wachsames Auge. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler. Karneval und Jugendschutz werden in Eschweiler groß geschrieben. Dabei geht es nicht darum, Kinder und Jugendliche vor dem Karneval zu schützen oder umgekehrt. Vielmehr sind alle Gewerbetreibende, Veranstalter, Vereine, Eltern und generell Erwachsene - dazu aufgerufen, uns unserer Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen bewusst zu werden.

Und dies nicht nur aber vor allem dann, wenn Minderjährige Gefahr laufen, sich an zweifelhaften Vorbildern und Praktiken zu orientieren oder sich schlichtweg zu überschätzen.

Dazu gehört der missbräuchliche Konsum von Alkohol genauso wie die leichtfertige Abgabe von alkoholischen Getränken an Unbefugte. Jugendschutz ist dabei nicht alleine eine Aufgabe der damit betrauten Behörden, wie Polizei, Ordnungsamt und Jugendamt. Das Wohl der Kinder und Jugendlichen ist eine Aufgabe, der sich die gesamte Gesellschaft permanent stellen muss, ein Thema, das auch unabhängig vom karnevalistischen Treiben in diesen Wochen, immer auf die Agenda gehört.

Es gilt Verantwortung zu übernehmen, sowohl für diejenigen, die uns unmittelbar anvertraut sind, als auch für diejenigen, die offensichtlich Gefahr laufen, sich und anderen zu schaden.

Tipps gibt‘s beim Jugendamt

„In diesem Sinne appelliere ich an Sie, wo immer Sie Feste, Feiern und Veranstaltungen mitgestalten, planen Sie den Jugendschutz mit ein. Sorgen Sie bitte mit dafür, dass die Jugendschutzbestimmungen eingehalten werden, auch wenn dies Mehraufwand und/oder Zivilcourage erfordern sollte, es lohnt sich!“, betont Bürgermeister Rudi Bertram.

Sollten jemand diesbezüglich Informationsbedarf haben oder Unterstützung benötigen, so kann er sich an das Jugendamt der Stadt Eschweiler wenden. Dort steht Olaf Tümmeler, Telefon 02403/71308, E-Mail: olaf.tuemmeler@eschweiler.de, als unmittelbarer Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite.

Bertram: „Deutlich machen möchte ich allerdings auch: Dort, wo Appelle und Angebote nicht ausreichen, werden Kontrollen und Sanktionen, z.B. Geldbußen, greifen müssen. Das Ordnungsamt und die Polizei werden daher nicht nur an den eigentlichen Karnevalstagen informierend, kontrollierend und notfalls einschreitend unterwegs sein, sondern auch bereits im Vorfeld aktiv werden, um nachdrücklich auf die gesetzlichen Regelungen zum Jugendschutz hinzuweisen und diese durchzusetzen.“ Bertram weiter: „Ich wünsche uns allen, dass uns in Eschweiler wieder beides gelingt: Karneval feiern und Jugendschutz beachten!“

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