Eschweiler - Kapellchen erstrahlt in neuem Glanz

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Kapellchen erstrahlt in neuem Glanz

Von: thd
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Mit viel Hilfe und Unterstütz
Mit viel Hilfe und Unterstützung der Familie und Freunde haben Hella und Günter Winden die Antoniuskapelle anlässlich ihrer Goldhochzeit renovieren lassen. Foto: Theres Dickmeis

Eschweiler. Die Antoniuskapelle in Bergrath ist die älteste Kapelle in Eschweiler. 1553 wurde sie gebaut und vor Jahren auch mal renoviert und verändert. Sie steht auf der Antoniusstraße an der Kreuzung zur Wilhelmstraße und hat sich ins Bild eingeprägt - vor allem für die Bergrather.

Die letzten Renovierungen an der Fassade liegen schon lange zurück. Deshalb gab es häufig Kontroverse über den Zustand der Kapelle, da sie mehr und mehr verkommt.

Auch die Bergrather Hella und Günter Winden konnten sich mit diesem Anblick nicht mehr zufrieden geben. Anlässlich ihrer Goldhochzeit 2011 haben sie deshalb den Grundstein gelegt, um die geliebte Kapelle zu renovieren.

„Das Dach der Antoniuskapelle ließ die Pfarre 2003 mit Schiefer erneuern. Als das Dach endlich fertig war, fiel der Stadtverwaltung ein, dass die Kapelle der Stadt und nicht der Pfarre gehöre, sie unter Denkmalschutz stünde und die Arbeit am Dach eingestellt werden müsse”, erinnert sich Winden. „Das Dach war bereits fertig und die Arbeit schon längst eingestellt, als die Mahnung kam. Die Empörung in der Bergrather Bevölkerung war groß.”

Die Kapelle gehöre nicht der Pfarre? 1844 verkaufte die Pfarre St. Peter und Paul die Parzelle an die Stadt. Um dem damaligem Querelen ein Ende zu setzen, haben sich Günter und Hella Winden direkt an die Stadt gewandt. „Zur Goldhochzeit gehört auch der Besuch des Bürgermeisters, den wir gerne empfangen haben. Wir erzählten ihm von unserem Vorhaben und er war einverstanden”, erklärt Günter Winden. Das Vorhaben war schließlich auch im Sinne der Stadt: Hella und Günter Winden verzichteten auf persönliche Geschenke und baten um Spenden.

Mit den Spenden wollten sie die Antoniuskapelle renovieren. Für denkmalgeschützte Gebäude sind leider kaum öffentliche Gelder vorhanden, so dass sie ihre Goldhochzeit als Grundstein für eine Renovierung legten, um gemeinsam mit Bekannten das Kulturgut zu erhalten.

„Wir haben überlegt, ob wir die Hubertusrunde oder die Kapelle erneuern lassen wollen”, sagt Hella Winden. „Wir entschieden uns dann aber für die Kapelle, da dieses Denkmal außen und innen renoviert werden musste”. Nach der Genehmigung der Stadt konnten die Arbeiten beginnen.

Eine Fachfirma, die die Kapelle rundum renovierte, ließ sich schnell finden. Günter Winden schaute als Handwerker natürlich nicht tatenlos zu und ließ Boden, Sockel, Stufen und Brüstung in neuem Glanz erstrahlen. Die Schwierigkeit lag darin, dass die Kapelle, deren Tür immer offen sthet, wetterfest und gleichzeitig mit spezieller Farbe für denkmalgeschützte Gebäude saniert werden musste.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Kapelle ist wieder die, die die Bergrather mögen. Hell und freundlich gestrichen und sauber. Sogar im Holz ist die alte Marmorierung wieder sichtbar. Auch der Bürgermeister zeigte sich beeindruckt und dankbar. „Auf meinem Schulweg als Kind bin ich jeden Tag an der Kapelle vorbei gekommen. Es ist schön, sie endlich wieder so saniert zu sehen”, sagte Rudi Bertram, als die Kapelle feierlich durch Pfarrer Marian Janke gesegnet wurde.

Damit die Antoniuskapelle auch für die nächsten Generationen erhalten bleibt, verlangt es viel ehrenamtliches Engagement. „Früher war es selbstverständlich, dass alle mithalfen. Die Nachbarn haben sich auch schon bereit erklärt ein Auge auf die Kapelle zu werfen - es wäre aber natürlich schön, wenn jeder seinen Teil dazu beitragen würde”, bittet Günter Winden und verrät seinen eigenen Wunsch: „Nachdem meine Frau und ich unser Versprechen eingelöst haben, die Kapelle wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, hoffe ich, dass beim nächsten Fronleichnamsfest an der Kapelle noch einmal ein Segensaltar stehen wird.” Ein Wunsch, den bestimmt viele Bergrather Bürger teilen.
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