Kämmerer Kaever trägt jetzt den Ehrenhelm

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Ausgezeichnet: Harald Pütz (links) erhielt den Silbernen Stern des Karnevalskomitees. Toni Sturz (2. v. l.) hielt die Laudatio auf Ehrenhelmträger Stefan Kaever (3. v. l.), der von Pütz und Walter Münchow (rechts) ausgezeichnet wurde. Foto: Sonja Essers
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Immer wieder ein Hingucker: Die Höppe Kroetsch zeigten in der Feuerwache einmal mehr ihr Können.

Eschweiler. Damit hatte Stefan Kaever nicht gerechnet. Dem Kämmerer der Stadt Eschweiler wurde am Freitagabend eine ganz besonders große Ehre zuteil: Er wurde von den Stadtbrandinspektoren Harald Pütz und Walter Münchow mit dem Ehrenhelm der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet. Kaever war jedoch nicht der einzige Indestädter, der an diesem Abend eine Auszeichnung erhielt.

Zum 46. Mal fand am Freitagabend der Prinzenempfang der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Eschweiler in den Räumen am Floriansweg statt. Es ist eine Veranstaltung, auf die sich nicht nur die Besucher Jahr für Jahr freuen, sondern auch die Prinzengespanne. Schließlich haben Prinz und Zeremonienmeister dort die Möglichkeit, selbst einmal Gast zu sein und ein Programm der Spitzenklasse genießen zu dürfen. Darüber freuten sich an diesem Abend auch Prinz Thomas I. und Zeremonienmeister Harald, die zu Beginn mit ihrem gesamten Prinzentross einmarschierten.

Vorab hatten viele fleißige Helfer den Raum in eine wahre Prinzenhofburg verwandelt. Grün-weiße Fahnen, auf denen der Name des Narrenherrschers zu lesen war, zierten die Wände. Nicht nur das wird Prinz und Zerm wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. Münchow, der an diesem Abend durch das bunte Programm führte, hatte für die beiden Karnevalisten eine gravierte Ehrentafel im Gepäck, auf der der Schutzpatron der Feuerwehr, der Heilige Florian, abgebildet ist.

Bereits vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung wurden die vielen Gäste bestens unterhalten. Dafür sorgte das Große Orchester der Freiwilligen Feuerwehr unter der Leitung von Kreismusikstabsführer Wolfgang Krieger.

„Schabrack Michelle“

Walter Münchow und Harald Pütz freuten sich gemeinsam mit ihren Gästen auf einige „schöne, karnevalistische Stunden“, die mit der Rede von Alfred Wings, Ehrenhelmträger des Jahres 2013, kaum besser hätten beginnen können. Als „D‘r Lange“ enterte der bekannte Eschweiler Redner die Bühne und klärte das Publikum über die sogenannte Deo-App und Besucher auf der Schönheitsfarm „Schabrack Michelle“ auf.

Nachdem die Lachmuskeln der Zuhörer bestens trainiert worden waren, stand Musik auf dem Programm. Die Inde-Singers traten an diesem Abend bereits zum 26. Mal beim Prinzenempfang der Freiwilligen Feuerwehr auf und schafften es auch an diesem Abend, ihr Publikum zum Mitsingen zu animieren. Es wurde geschunkelt und geklatscht und natürlich durfte der „Laridah“ als Zugabe nicht fehlen. Da hielt es auch Prinz Thomas I. nicht mehr auf seinem Stuhl.

Bevor es im Programm weiter ging, betrat das Karnevalskomitee mit seinem Präsidenten Norbert Weiland an der Spitze die Bühne und machte einen weiteren Inde-städter an diesem Abend sprachlos. „Wir sind aufmarschiert um danke zu sagen“, meinte Weiland und meinte damit die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, ohne die ein Rosenmontagszug nicht mehr möglich sei. Hervorheben wollte Weiland jedoch einen Mann, der die Leitung der Wehr inne hat: Harald Pütz. Er wurde an diesem Abend mit dem Silbernen Stern des Karnevalskomitees ausgezeichnet und erhielt dafür vom Publikum viel Applaus.

Was dann kam, machte jedoch auch das Publikum sprachlos. Gianna Schönen, Tanzmarie der Eschweiler Löwengarde, erzeugte sorgte beim Publikum mit ihrer Darbietung für offene Münder und weit aufgerissene Augen. Die kleine Tänzerin wirbelte über die Bühne, schlug Räder, sprang in den Spagat und zeigte, wie gelenkig sie ist. Bei der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Hamm belegte sie den 1. Platz. Tanzen als Hochleistungssport? Gianna Schönen merkte man das nicht an. Sie schwebte grazil und leichtfüßig über die Bühne und erntete dafür jede Menge Applaus.

Auch Peter Deutschle, der als „Der Jong us em Leve“ seine Rede vortrug, punktete beim Publikum und erzeugte mit seinen Witzen das eine oder andere Lachtränchen. Seit 26 Jahren sei er als Redner aktiv. „Das ist länger, wie Frau Merkel in Deutschland ist“, bemerkte er und fuhr mit seinen Sticheleien in Eischwiele Platt fort. Wenn man ein Mal in Stolberg gewesen sei, dann gefalle es einem auch sonst überall, meinte er und nahm kein Blatt vor den Mund. Seine Frau habe er auf einem Maskenball in Stolberg kennengelernt. „Bevür ich jemerk hott, dat dat jar nit maskiert wor, wore mier aht verhieroot.“

Außergewöhnliche Hebungen

Eine tolle Leistung zeigte auch das Tanzpaar der KG Lustige Reserve: Nadine Hüpgen und Kevin Schleip liefen zur Höchstform auf und zeigten außergewöhnliche Hebungen, die sie mit viel Leichtigkeit präsentierten.

Dann stand ein weiteres Highlight auf dem Programm. Toni Sturz, Ehrenhelmträger des vergangenen Jahres, hielt die Laudatio auf seinen Nachfolger. Dieser wiederum saß im Saal und lauschte gespannt, während ihm mit und mit bewusst wurde, dass es um ihn gehen musste. Sturz beschrieb seinen Nachfolger als jungen, sportlichen, nicht-technischen Beamten, mit wenig Haaren auf dem Kopf, der gerne Fahrrad fährt und selbst viele Jahre lang bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Stolberg aktiv war. Da dämmerte es Stefan Kaever, dass nur er damit gemeint sein könnte - und er freute sich, den Ehrenhelm entgegenzunehmen. Im kommenden Jahr darf er dann die Laudatio auf seinen Nachfolger halten.

Bei diesen Auszeichnungen sollte es jedoch nicht bleiben. Nachdem die Höppe Kroetsch eine fantastische Leistung gebracht und ihr tänzerisches Können gleich mehrfach bewiesen hatten, wurde Markus Endryk von Komitee-Präsident Norbert Weiland mit dem 1.-Klasse-Komitee-Orden ausgezeichnet. „Ohne die anderen Ausgezeichneten zu schmälern, aber wenn es einer verdient hat, dann Markus“, meinte Weiland. Schließlich habe dieser immer ein offenes Ohr für alle Eschweiler Karnevalsgesellschaften. „Ich weiß nicht, ob er sich darüber bewusst ist, was er für die Eischwiele Fastelovend tut.“

Kleine Seitenhiebe

Bevor der gelungene Abend endete, gab „Scharwachmüsje“ René Külzer, Ehrenhelmträger des Jahres 2007, noch einige Witze zum Besten. Er freute sich bei seinem letzten Auftritt der Session Sachen bringen zu können, die bei der Scharwache zensiert worden wären, erklärte er augenzwinkernd. Natürlich durfte auch ein kleiner Seitenhieb auf einige Indestädter wie Johannes Gastreich, Äu Lersch und Harald Pütz nicht fehlen. Sein Vortrag rundete den Abend ab und holte das Publikum zum Schluss noch einmal von den Stühlen.

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