Eschweiler - Junge Umweltfreunde ernten ein Dankeschön

Junge Umweltfreunde ernten ein Dankeschön

Von: sh
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Beispielhaftes ehrenamtliches Engagement junger Eschweiler: Den Jugend-Plus-Preis 2009 erhielten drei Liebfrauenschüler und die Katholische Junge Gemeinde Nothberg. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. Zwischen guten Absichten und gutem Handeln gibt es eine klare Trennlinie. Denn erst wer sich wirklich engagiert, etwas bewegt und für die Gemeinschaft aktiv wird, zeigt Leistung. Gerade jungen Menschen aber wird oftmals vorgeworfen, nur an sich selbst zu denken.

Für die Liebfrauenschüler Martina Gielgen, Kirsten und Yannik Voigt gilt das ebenso wenig wie für die durch Angela Schröteler, Anke Burg, Franziska und Viktoria Hardt vertretene Katholische Junge Gemeinde Nothberg. Die Jugendlichen tun was für ihre Mitmenschen, für ihre Umwelt. Dafür wurden sie nun mit dem von der Stadt ausgelobten Jugend-Plus-Preis ausgezeichnet.

Gast im Logistikzentrum

Für das außergewöhnliche Engagement der jungen Indestädter stellte Gastgeber Uwe Seiler, Geschäftsführer der Aldi-Gesellschaft Eschweiler, gerne die Räume des Logistikzentrums an der Mariadorfer Straße zur Verfügung. Zwar wähnte sich Bürgermeister Rudi Bertram bei seinem Grußwort schmunzelnd „fast in Alsdorf”, brachte aber gleichzeitig seine Freude zum Ausdruck, dass es Aldi gerade nicht in eine der Nachbarkommunen zog, sondern nun seit fünf Jahren von Eschweiler Gebiet aus seine Lebensmittelwaren an 53 Filialen liefert.

Im Mittelpunkt standen an diesem Abend aber die Jugendlichen. Die Liebfrauenschüler erhielten den Jugend-Plus-Preis für ihr „Team D.U.O. - Die Umwelt-Organisation”. Gleich zahlreiche Ideen, Projekte und Aktionen zum Thema Natur- und Umweltschutz brachten Martina, Kirsten und Yannik auf den Weg.

Unter anderem erstellten sie eine Broschüre mit „Tipps und Tricks zum Energiesparen im Alltag”, starteten eine Umfrage, ob und wie erneuerbare Energien die Zukunft sein können und organisierten sogar einen Infostand in der Innenstadt. Zudem gestalteten sie Flyer zu Bio-Produkten und legten sie in Apotheken aus und bauten sogar Nistkästen.

Der Sponsor der Preisgeldes, Helmut Mau, zeigte sich begeistert. Seit einigen Jahren springt er der klammen Stadt bei, um den Jugendpreis weiter am Leben zu erhalten. „Solange es der Stadt nicht so gut geht, tue ich das auch weiter”, versprach Mau.

Die zweiten Preisträger überzeugten die Jury mit ihrem jahrzehntelangem Engagement. Schließlich gibt es die Katholische Junge Gemeinde bereits seit 1957/58. Die aktuelle Generation nahm das Preisgeld erfreut entgegen. Bis zu 50 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 14 Jahren nehmen an regelmäßigen Gruppenstunden, an Jahrestouren und vielen weiteren Freizeitangeboten sowie an den Sternsingeraktionen teil.

Bereits zum achten Mal wurde der Jugend-Plus-Preis - früher Jugendumweltpreis - verliehen. Zwar wäre Aldi-Geschäftsführer Uwe Seiler gerne mit den jungen Gästen aufs Dach des Logistikzentrums an der Mariadorfer Straße gestiegen, um die beeindruckende Photovoltaik-Anlage zu präsentieren, aber Schnee, Eis und Dunkelheit ließen diese Exkursion nicht zu. Als Entschädigung gab es leckere Häppchen. Ein kleiner Lohn für das herausragende jugendliche Engagement.
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