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Junge Germanen testen Blindenfußball

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Fußball spielen einmal anders: Am Mittwoch haben Nachwuchskicker des FC Germania Dürwiß die Gelegenheit, sich im Blindenfußball zu versuchen.

Eschweiler-Dürwiß. Einen Ball zu kicken ist leicht, oder? Ein Kinderspiel, das wir schon in ganz jungen Jahren lernen. Was jedoch, wenn wir in unserer Sicht behindert und dadurch auch in der Bewegung beeinträchtigt sind? Im Rahmen der „Neuen Sporterfahrung“ können sich Nachwuchsspieler in Fußballvereinen nun aktiv mit der Sportart Blindenfußball auseinandersetzen.

Das Förderprojekt führt die Deutsche Telekom bundesweit in Kooperation mit den Partnern Deutscher Fußballbund (DFB) und Deutscher Behindertensportverband (DBS) durch. Am Mittwoch, 23. Oktober, 14 Uhr, wird beim FC Germania Dürwiß an der Jülicher Straße 270 trainiert.

Ein Stück Lebenserfahrung

Bei jedem Projekttag ist mindestens ein im Deutschen Fußballbund aktiver Spieler mit Sehbehinderung dabei. Nicht behinderte Jugendliche üben gemeinsam mit sehbehinderten und blinden Altersgenossen den Umgang mit dem Ball ohne Sehvermögen und erfahren dabei wesentliche Grundregeln des Blindenfußballs, so zum Beispiel, dass beim Dribbeln die Füße möglichst engen Kontakt zum Ball halten. Den Abschluss bildet ein Fußballspiel. Silke Junggeburth, Betreuerin der C2-Jugend des FC Germania Dürwiß sagt: „Das ist ein wichtiges Stück Lebenserfahrung, das wir unseren Zwölf- und 13-jährigen Jugendlichen mit auf den Weg geben. Es geht darum, Unsicherheiten und Berührungsängste gegenüber Menschen mit Einschränkungen abzubauen. Außerdem werden Werte wie Toleranz, Verständnis und Hilfsbereitschaft gestärkt.“

Mit ihrer Aktion will die Deutsche Telekom Jugendliche dafür sensibilisieren, welche Leistungen behinderte Sportler erbringen und wie anspruchsvoll eine Orientierung ohne Sehvermögen ist. Angeleitet von Blindenfußballspielern machen Jugendliche erste Erfahrungen mit der Lebenswelt blinder und sehbehinderter Menschen, was den integrativen Charakter der Maßnahme unterstreicht. „Wir nehmen mit dem Projekt unsere unternehmerische und soziale Verantwortung wahr, indem wir bei jungen Menschen soziale Kompetenzen wie Fairness und Respekt verstärken“, begründet Stephan Althoff, Leiter Konzernsponsoring der Deutschen Telekom das Engagement. „Der Sport mit seinen verbindenden und integrierenden Kräften ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft.“ Die Deutsche Telekom engagiert sich bereits seit 2006 für den Behindertensport.

Blindenfußball ist seit 2004 eine paralympische Disziplin. Das Spiel wurde ursprünglich für Sehbehinderte entwickelt. Ziel ist es, rein über Gehör einen mit einer Klingelkugel versehenen Ball in das gegnerische Tor zu schießen. Beim Blindenfußball spielen je Mannschaft vier blinde Feldspieler und ein sehender Torwart. Der Ball rasselt gut hörbar und zwei Rufer dienen der Orientierung.

Rohlstuhlbasketball

Die „Neue Sporterfahrung“ wurde bereits im Jahr 2009 ins Leben gerufen. Im Rahmen des langfristig angelegten Förderprojekts wurden an weiterführenden Schulen die Sportarten Rollstuhlbasketball und Blindenfußball unterrichtet. 2013 wird erstmals auch Vereinen die Möglichkeit geboten, eine Einheit Blindenfußball ins Training zu integrieren.

Weitere Informationen zur „Neuen Sporterfahrung“ gibt es im Internet unter www.telekom.de/fussball.

Interessierte Vereine können zudem Informationsmaterial unter partner-des-sports@telekom.de anfordern.

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