Eschweiler - Junge Flüchtlinge benötigen ehrenamtliche Hilfe

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Junge Flüchtlinge benötigen ehrenamtliche Hilfe

Von: pan
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Die Vertreter der Institutionen, die Flüchtlingshilfe leisten, hoffen nun auf weitere Unterstützer, die vor allem Kindern und Jugendlichen unter die Arme greifen. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Der Zahl der Menschen, die ihre Heimat wegen Krieg und Verfolgung verlassen müssen und in Deutschland Zuflucht suchen, hat in den vergangenen Monaten deutlich abgenommen. Allerdings auch die Zahl der Menschen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe einbringen wollen.

Dabei werden nach wie vor händeringend Freiwillige gesucht, die vor allem geflüchteten Kindern und Jugendlichen den Weg in den deutschen Alltag erleichtern. Einige Institutionen und Verbände, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, rufen deswegen zur Unterstützung auf.

Die Probleme, die Flüchtlinge zu bewältigen haben, sind vielfältig. Sie sind jedoch leichter zu erledigen, wenn sie schnell die deutsche Sprache erlernen. Dabei hapert es jedoch oft schon bei den Kindern: Die Offenen Ganztagsschulen sind ausgebucht, eine individuelle Unterstützung nur schwer möglich. „Eine Hilfe kann sein, ein Kind bei den Hausaufgaben in der Woche ein paar Stunden zu unterstützen“, schildert Quartiersmanager Raphael Kamp. Gedacht wird auch daran, einen jungen Menschen in der Ausbildung zu begleiten. „Das duale System berücksichtigt junge Flüchtlinge nicht ausreichend“, sagt er.

Zahlreiche Angebote bestehen bereits in Eschweiler. Sie sind im Netzwerk „Willkommen in Eschweiler“ zusammengefasst. „Diese Zusammenarbeit klappt gut“, sagt Demet Jawher. Diese Vernetzung hat sich als erfolgreich herausgestellt. Nicht jeder müsse alles anbieten, sagt sie. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hat einen Schwerpunkt auf Patenschaften für Flüchtlingsfamilien und junge unbegleitete Flüchtlinge gesetzt. „Diese Tätigkeit führt natürlich zu engen Bindungen zu den Ehrenamtlern“, berichtet Petra Kogel vom SkF. Aus diesem Grund werden Ehrenamtler geschult und begleitet. Vor allem juristische Fragen sind nicht immer klar. Auch Supervisionen und Treffen der Helfer untereinander würden angeboten – allerdings auch dies auf freiwilliger Basis.

Während sich Paten auf ein dauerhaftes Engagement einlassen, muss nicht jeder ehrenamtliche Einsatz mit engen Verpflichtungen verknüpft sein. „Wir wollen keine Vorgaben machen – wer in der Flüchtlingsarbeit mitmachen will, der soll selbst wählen, wie viel Zeit man entbehren kann“, teilt Dr. Wolfgang Joussen vom Büro Plan B mit. Oft sei es sinnvoll, erst in eine Aufgabe hineinzuschnuppern.

Das mit der Flüchtlingswelle gegründete Netzwerk „Willkommen in Eschweiler“ kommt jedes halbe Jahr zu einem Erfahrungsaustausch zusammen. Aus diesem Verbund haben sich Arbeitsgruppen gebildet, die Schwerpunkte behandeln. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bei der Ankunft der Menschen viele Eschweiler helfen wollten“, sagt Demet Jawher. Auslöser sei wohl die akute Not gewesen, die Menschen mit Grundsätzlichem auszustatten.

Derzeit werden vor allem im Quartier West zahlreiche Helfer gesucht, aber die Organisationen wollen ihren Aufruf für die ganze Stadt verstanden wissen. Wer sich für ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit interessiert und sich engagieren möchte, kann sich bei der Abteilungsleiterin für soziale Dienste, Demet Jawher, unverbindlich informieren. Sie ist erreichbar unter Telefon 02403/71320.

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