Eschweiler - Jubiläum geht zwanglos in ein Jazzkonzert über

Jubiläum geht zwanglos in ein Jazzkonzert über

Von: Friedhelm Ebbecke-Bückendorf
Letzte Aktualisierung:
4532580.jpg
Sie feiern gemeinsam mit vielen Gästen am Sonntag das 40-jährige Bestehen des Instituts für Humanistische Psychologie. Von links Dagmar Lumma, Detlef Braun, Dr. Klaus Lumma und die Musiker Edwin Gonzalez (Piano, hinten), Carlos Valladares (Percussion), Patrice Fisher (Harfe) sowie Miss Melli (Gesang), hier mit ihrem Sohn Bill. Foto: Ebbecke-Bückendorf

Eschweiler. Ein „Firmenjubiläum“, das locker in ein Jazz-Konzert übergeht, wird nicht alle Tage gefeiert. Am Sonntag, 2. Dezember, gibt es das im Kulturzentrum Talbahnhof. Das Institut für Humanistische Psychologie (IHP) wird 40 Jahre alt.

Das IHP wurde 1972 von Dagmar und Dr. Klaus Lumma gegründet und hat seinen Sitz nach wie vor im Eschweiler Stadtteil Röhe. Das Institut bietet über die ihm angeschlossene John-Bringley-Akademie vor allem eine berufsbegleitende Aus- und Weiterbildung zum Counseler an.

Beim Counseling geht es um die professionelle psychosoziale Beratung von Einzelnen oder Gruppen mit dem Ziel, Problemlösungs- oder Veränderungsprozesse anzustoßen und zu steuern.

Eine solche auf drei Jahre verteilte 72-tägige Ausbildung in der Akademie wird besonders von Menschen aus sozialen Berufen wahrgenommen, zum Beispiel von Sozialarbeitern, Lehrern, Psychologen an Kliniken, aber auch von Geistlichen.

IHP und die John-Bringley-Akademie, die eine eigene Tagungsstätte in Wermelskirchen betreibt, haben außerdem Weiterbildung in Feldern wie Supervision, Coaching, Gestalttherapie und Kunsttherapie im Angebot. Jährlich werden rund 100 Personen ausgebildet.

Bewältigt wird das von sechs fest angestellten Mitarbeitern und rund 30 Honorarkräften für den Lehrbetrieb. Eine Kooperation gibt es außerdem zwischen dem IHP und der Faber-Castell-Akademie in Nürnberg, die sich besonders der Kunsttherapie widmet. „Ich komme gerade von einer Jubiläumsfeier“, erzählte Dr. Klaus Lumma am Freitag bei einer Vorbesprechung des Jubiläumsfestes: die Zusammenarbeit mit der Akademie im Süddeutschen ist zehn Jahre alt.

Bei der Humanistischen Psychologie handelt es sich um einen Zweig der Psychologie und Psychotherapie, der sich vor allem als „klientenzentriert“ versteht. Zu den Zielen gehört, dass Menschen lernen, ihre eigenen Potentiale zu erschließen und dadurch ihre Grundeinstellungen und ihr selbstgesteuertes Verhalten zu ändern.

Sein 40-jähriges Bestehen will das Institut für Humanistische Psychologie am Sonntag mit Jazz und Ansprachen feiern, von 17 bis 20 Uhr im Talbahnhof am Raiffeisenplatz. Bürgermeister Rudi Bertram und Vorstand Johannes Gastreich von der Raiffeisenbank sind die Schirmherren. Eingeladen sind „alle IHP-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen und alle Jazzfans“. Eintritt? „Für die Musik mit unseren Gästen aus New Orleans erbitten wir einen freiwilligen Beitrag von 10 Euro“, steht auf der Einladung.

In der ersten Stunde soll es abwechselnd kurze Vorträge von je fünf Minuten Dauer und Jazzbeiträge geben. Es wird, bei aller angestrebten Lockerheit, wohl doch etwas festlich, denn die John-Bringley-Akademie, die als staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung mit dem „Gütesiegel Weiterbildung“ zertifiziert ist, hat gerade die Bedingungen für das Gütesiegel erneut erfüllt. Die Urkunde wird auf dem Jubiläumsfest überreicht.

Ab 18 Uhr gibt es dann Jazz mit der Formation „3 four 1“ aus New Orleans, mit Patrice Fisher und mit „Fats & Frieds“.

Der Hintergrund dieses Konzertes ist wohl jedem Eschweiler Musikfan geläufig: IHP-Gründer Dr. Klaus Lumma ist als Jazzmusiker unter dem Namen „Fats von Gerolstein“ seit Jahrzehnten eine regionale Größe. Seit der Zerstörung großer Teile der Stadt New Orleans in den USA durch den Hurrikan Katrina 2005 setzt er sich intensiv für den Wiederaufbau dort ein.

Bei dem Konzert am 2. Dezember wird unter anderem die als New Orleans stammende Jazz-Harfenistin Patrice Fisher spielen. Speziell zum Jubiläumskonzert des IHP ist eine CD der „3 four 1“ mit Kompositionen von Fisher erschienen – sanfte Wohlfühl-Jazzmusik, die auch für Musiktherapie eingesetzt werden kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert