Joachim Peters: Hommage an Titanen der Tonkunst

Von: ran
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Verbindet Musik und Lyrik zu einem Potpourrie seiner Gefühlswelten: der Autor Joachim Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die Musik ist seine Leidenschaft. Und die Lyrik. Beides verbindet Joachim Peters zu einem Potpourri seiner Gefühle. Zum dritten Mal war der Autor aus Alsdorf am Mittwochabend nun zu Gast im „Culture Café”, um unter der Überschrift „Magische Momente” den Zuhörern die Aussenwelt, aber vor allem seine Innenwelten zu präsentieren.

Der erste Teil der Lesung wurde zu einer Hommage an vier „Musikalische Meister - Titanen der Tonkunst”. So erinnerte Joachim Peters an „Polens Wunderkind” Frédéric Chopin, dessen 200. Geburtstag im vergangenen Jahr gefeiert wurde. Zunächst erklang vom Tonband die Revolutionsetüde c-moll, Opus 10, 12, bevor der Autor mit seinem Gedicht „Poet am Piano” dem Komponisten gedachte. „Sein Wesen war still und scheu, seine Musik aber visionär und neu.” Aus seinem Heimatland vertrieben und in Paris in fremder Erde begraben, sei das Herz Chopins, der ein Vorbild sei für alle Polen, die fern des Vaterlandes lebten, immer in Warschau verblieben”, so der Germanist.

Den Weggefährten Richard Wagner (1813 - 1883) und Franz Liszt (1811 - 1886) widmete der Autor ebenfalls einige Gedanken. Letztgenannter habe zwar vor allem im „Wagner-Pilgerort” Bayreuth, wo Franz Liszt verstarb, im Schatten seines Schwiegersohns gestanden, „doch ohne die Förderung Liszts hätte Wagner dort nie Fuß gefasst”, betonte Joachim Peters. Deshalb gehöre auch das Angedenken an „Ungarns größten Musensohn” auf den „Grünen Hügel” Bayreuths.

Abschließend zollte der Musikliebhaber, der als Cellist Mitglied der Eschweiler Musikgesellschaft ist, mit Anton Bruckner einem „Genie auf dem festen Fundament des Gottvertrauens” tiefen Respekt. Auch vom Hohn und Spott der Bildungsbürger habe sich der Komponist niemals verbiegen lasse, erklärte der Vortragende in seinem Gedicht „Aufrechter Prophet”.

Nach der Pause nahm Joachim Peters seine Zuhörer auf eine Reise in das „mystische Morgenland” als Ort der Sehnsucht der männlichen Seele mit. Dabei spielten die weltgeschichtlichen Begegnungen des Römischen Reiches in Person von Julius Caesar mit Kleopatra als Repräsentantin des alten Ägyptens, sowie die (möglichen) Gedanken von Generalfeldmarschall Erwin Rommel beim Anblick der Pyramiden eine zentrale Rolle. Wehrt sich Caesar in einer vom Autor verfassten fiktiven Rede vor dem Senat gegen den Vorwurf, durch die Liebe zu einer Fremden die Ehre Roms verletzt zu haben, kommt der General in Diensten Hitlers zu der Erkenntnis, „dass dieser unwert ist, die edlen Pyramiden auch nur anzupissen” und fasst den Entschluss, sich dem Widerstand um Oberst Stauffenberg anzuschließen.

Stets blieb jedoch auch die Musik wichtiger Bestandteil des Vortrags. So diente Händels „Largo” als Beweis der besänftigenden Wirkung auf die „kriegerische Männer-Seele”. Das mittelalterliche Spanien als Ort der Versöhnung und Toleranz, sowie als Schnittpunkt von Europa und Orient, wo sich die Weltreligionen treffen, war schließlich der Endpunkt der Reise. Richard Wagners Bühnenweihfestspiel „Parsifal” symbolisierte dabei „Die männliche Seele auf dem Weg zu neuer Erkenntnis.”
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