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Jo schaut hinter die Fassaden des Seins

Von: lbe
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„Novizen der Ewigkeit”: Wolfgang Rosen, Renée Knapp und Peter Horton im Talbahnhof. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Eine „unübersehbare Menschenmenge”, ein Peter Horton, der schon kurz nach seiner Geburt zu seiner Mutter sagte, dass er „einmal im Leben nach Eschweiler” müsse, eine grandios charmante Renée Knapp und der „Novize der Ewigkeit”, Wolfgang Rosen: Sie alle versammelten sich am Mittwochabend im Kulturzentrum Talbahnhof.

Wolfgang Rosen, der mit Musicalsängerin Renée Knapp Passagen aus seinem neuen Buch „Der Novize der Ewigkeit - Das Leben von Jo, vor und nach dem Tod” vorlas, habe dieses mit „außerordentlich viel Herzblut” geschrieben, so Horton. Es handelt von seinem verstorbenen Schulfreund Jo, der unbeschreibliche Reisen erleben durfte, seinen ganz persönlichen Traum ausleben konnte und seinen eigenen Tod unbefangen aus einer ganz anderen Perspektive erzählte - als Seele.

Andere Sphären, andere Gefühle und fremde Eindrücke beleuchtete er und widmete sein Leben im Jenseits all jenen, von denen er etwas lernen konnte. Er erkannte seine Wirkung als „der lebendige Jo”, fand sich in der Erläuterung seines Sternzeichens „Fische” wider und ging mit Freunden und Verwandten auf die Reise. Als Neuling im Jenseits musste er stets etwas dazulernen, sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen.

Ein Buch, das hinter die Fassaden des menschlichen Seins schaut, ein Buch, das den Tod als einen neuen, keineswegs schlechten Abschnitt des Lebens darstellt.

Immer wieder begleitete Horton die Lesung mit seinen eigenen Stücken auf seiner „Avalon”, der Gitarre. Zudem stellte er ebenfalls sein neues Buch „Die zweite Seite” vor, das den einen oder anderen „Schmunzelzynismus” bereit halte.

Die Kombination aus dem leichten Öcher Akzent Rosens, der charmante amerikanische Touch Renée Knapps und die sinnlichen Texte Hortons zauberten eine ganz besondere Atmosphäre auf die Bühne des Talbahnhofs. Und Jo, dessen „Ableben” den Abend begleitete und von dem jeder noch etwas lernen kann, war sicherlich auch zugegen.

Peter Horton und Ren´re Knapp rundeten den Abend mit zwei gemeinsamen Liedern ab. Die Leichtigkeit, mit der Ren´re Knapp sang, wurde wunderbar ergänzt durch die tiefe, kräftige Stimme Hortons. In Alsdorf hatte die Tour des Künstler-Trios begonnen. In Eschweiler endete sie - vorerst. Von Rosen, Knapp und Horton wird das Publikum sicher auch in Zukunft noch etwas hören.
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