Eschweiler - Jetzt sägt auch Braune an Bertrams Chefsessel

Jetzt sägt auch Braune an Bertrams Chefsessel

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
7308382.jpg
Streben einen kompletten Politikwechsel in Eschweiler an: der FDP-Bürgermeisterkandidat Christian Braune (links) und Ulrich Göbbels, die Nummer Eins der Reserveliste. Foto: Andreas Röchter
7308376.jpg
Wollen mit einem engagierten Wahlkampf der FDP zu einem guten Ergebnis verhelfen: die Wahlbezirksbewerber der Liberalen um Bürgermeisterkandidat Christian Braune (5. von links). Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Mit Christian Braune schickt die Eschweiler FDP einen eigenen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters in das Rennen bei der Kommunalwahl am 25. Mai. Der Vorsitzende des FDP-Stadtverbands wurde während der Wahlversammlung am Freitagabend im Restaurant „Königsberger Hof“ von den Delegierten einstimmig gewählt.

Den ersten Platz der Reserveliste der Stadtratskandidaten belegt nach der Wahl durch die indestädtischen Liberalen Ulrich Göbbels. Auf den Plätzen zwei bis sechs folgen Konstantin Theuer, Hans-Jürgen Krieger, Doris Weßels, Stefan Steins und Anke Göbbels.

„Wir brechen heute mit einer Tradition! In der Vergangenheit hat die Eschweiler FDP keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt und stattdessen einen unserer Meinung nach geeigneten Kandidaten einer anderen Partei unterstützt. Dies ist diesmal anders. Wir sehen nämlich keinen geeigneten Kandidaten bei der Konkurrenz. Bürgermeister Rudi Bertram hat in den zurückliegenden Jahren leider einen Weg eingeschlagen, bei dem nicht mehr nach Kompetenz, sondern nach Freundschaft entschieden wird. Auch die CDU hat einen Kandidaten nominiert, den wir nicht unterstützen können. Dessen Start in die Kampagne war unglücklich und es ist unwahrscheinlich, dass er das Ruder noch herumreißen können wird. Die FDP strebt einen kompletten Politikwechsel in Eschweiler an. Und wer A sagt, muss auch B sagen“, begründet Christian Braune seine Kandidatur.

„Machen wir uns damit lächerlich? Schließlich werden viele sagen, dass nur drei bis vier Prozent drin sind. Nein, wir machen uns nicht lächerlich, weil wir überzeugt sind, dass Eschweiler eine andere Politik benötigt“, zeigt sich der Stadtverbandsvorsitzende kämpferisch. „Wir werden einen sehr aktiven Wahlkampf bestreiten und die Bevölkerung bitten, der FDP in Eschweiler das Vertrauen zu geben, dass sich die Fraktion mit ihrer guten Arbeit in den zurückliegenden fünf Jahren hart erarbeitet hat. Das Ziel lautet, die absolute Mehrheit der SPD zu brechen!“

Insgesamt sieht Christian Braune seine Partei nach schweren Zeiten im Aufwind: „Nordrhein-Westfalen ist derzeit die Keimzelle der Liberalen in Deutschland. Auch in Eschweiler konnten wir ein Luxusproblem verbuchen und unter den Kandidaten für die 25 Wahlbezirke der Indestadt auswählen. Mit unter anderem Manuela Neumann, Josef Gier, Simone Krieger, Stefan Schulze, Marita Flamm, Professor Dr. Uwe Reisgen, Marion Sebesse und Anouk Braune begrüßen wir neue Mitglieder und neue Kandidaten, die bereit sind, sich für die liberale Idee einzusetzen.“ Auch Ulrich Göbbels zeigt sich überzeugt, dass die FDP-Stadtratsfraktion in der zu Ende gehenden Legislaturperiode gute Arbeit geleistet habe: „Wir haben gegen eine absolute Mehrheit aufgezeigt, dass es wichtig ist, Schulden abzubauen.“

Doch die Mehrheit setze auf Leuchtturmprojekte. In Eschweiler werde überall zu viel Geld ausgegeben. „Wir haben immer wieder vorgeschlagen, durch Fluktuation innerhalb der Verwaltung einen Personalabbau von jährlich einem Prozent anzustreben. Doch die Verwaltung ist in Eschweiler eine heilige Kuh, wobei man wissen muss, dass der Bürgermeister vor 15 Jahren Personalratschef war.“ Eschweiler weise pro Jahr 25 Millionen Euro Personalkosten aus und verbuche in jedem Jahr ein strukturelles Defizit von zehn bis 15 Millionen Euro.

„Vor fünf Jahren habe ich angemerkt, dass Eschweiler auf eine Schuldenlast von 150 Millionen Euro zusteuere. Inzwischen sind es 200 Millionen. Und es werden mehr! Wir hinterlassen den jungen Menschen einen immensen Schuldenberg! Dabei muss klar sein: Schuldenabbau ist sozial, Schulden machen unsozial“, unterstrich die Nummer Eins der FDP-Reserveliste. „Ich hoffe auf ein gutes Wahlergebnis, damit wir die Geschicke Eschweilers entschiedener mitbestimmen und die Arroganz der absoluten Mehrheit brechen können. Dies wäre für Eschweiler ein Segen, für den es sich lohnt, zu kämpfen!“

Bedauern empfindet Christian Braune, dass Volker Willms, der in den zurückliegenden fünf Jahren gemeinsam mit Ulrich Göbbels, Konstantin Theuer und Hans-Jürgen Krieger die Stadtratsfraktion der FDP bildete, aus beruflichen Gründen kommunalpolitisch kürzer treten wird. „Er steht seinem Wahlbezirk Hehlrath/Kinzweiler II weiter zur Verfügung, kandidiert aber nicht mehr auf einem aussichtsreichen Listenplatz“, so der Bürgermeisterkandidat, der neben den Finanzen das Thema „Schule“ in den Mittelpunkt des Wahlkampfes stellen möchte. „Ab jetzt heißt es, mit Vollgas gerade aus zu auf den 25. Mai!“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert