Indestädter „fliegen” bei den Deutschen Meisterschaften

Von: mut
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Kontrolle abgeschlossen: Sebas
Kontrolle abgeschlossen: Sebastian Tschorn (links) und Jürgen Jansen bei den letzen Vorbereitungen vor dem ersten Flug bei den Deutschen Meisterschaften im Segelflug in Foto: Anna Reinmuth

Eschweiler. Ende Mai starten die Deutschen Meisterschaften im Segelflug in Zwickau. Mit dabei sein werden Sebastian Tschorn aus Eschweiler und Jürgen Jansen aus Stolberg.

107 Flugzeuge werden bei dieser Meisterschaft in drei Klassen antreten und um den Meistertitel der jeweiligen Klasse kämpfen.

In der Clubklasse starten die Ponys unter den Pferden, die etwas älteren Segelflugzeuge. Sebastian Tschorn versucht in dieser Klasse seinen Juniorenmeistertitel aus dem Jahre 2008 mit seinem Flugzeug des Typs LS 1d nun bei den Senioren zu erringen. Jürgen Jansen wird mit seinem Co-Pilot in der Doppelsitzerklasse sein Fingerspitzengefühl bei der Suche nach optimalen thermischen Bedingungen gezielt einsetzen und hoffentlich viele erfolgreiche Wertungstage feiern können.

Segelfliegen ist ein Sport, bei dem es Petrus gut mit den Piloten meinen muss. Die so genannten „Schönwetterwolken” sind optimale Helfer für die Segelflieger, um hoch in den Himmel zu steigen und eine weite Strecke fliegen zu können. Nicht der Wind ist das entscheidende Element beim Segelfliegen, vielmehr spielen die Sonneneinstrahlung und die Wolkenbildung eine wichtige Rolle.

Thermisch gute Wetterbedingungen erhoffen sich auch die Verantwortlichen des Aero-Clubs Zwickau für die auf ihrem Flugplatz stattfindende Deutsche Meisterschaft. Mit 13 Schleppflugzeugen werden die 107 Segelflugzeuge auf ungefähr 600 Metern geschleppt.

Wettbewerbe mit Flügen bis zu vier Stunden können ausgeschrieben werden. Da kann man sich vorstellen, dass viele Wertungstage den Piloten eine Menge Ausdauer und Konzentration abverlangen. Frühes Aufstehen, Aufrüsten der Flugzeuge, Vorbereitung aller technischen Einrichtungen, Besuch des Briefings - die Besprechung der Tagesaufgabe - mit allen Piloten und der Wettbewerbsleitung, Transport des Flugzeuges zum Start, sowie letzte kleine Vorbereitungen - das alles muss vor dem Flug erledigt werden.

Ein stressiges Hobby dem Sebastian Tschorn und Jürgen Jansen in ihrer Freizeit nachgehen. Sie finden den perfekten Ausgleich beim eigentlichen Sport am Himmel und können so den Stress am Boden gut wegstecken. Trotz hoher Konzentration mache es einfach immer wieder Spaß in den Lüften „herumzuspielen” und sein fliegerisches Können stetig zu verbessern, sagt Tschorn.

Die Piloten haben sich zum ersten Mal beim Pflichttraining, einen Tag vor Wettbewerbsbeginn am 23. Mai, in den Himmel über und um Zwickau begeben, um Einblicke über das Gebiet zu gewinnen und alle notwendigen Abstimmungen am eigenen Flieger durchzuführen. Auch für die restlichen Tage hoffen die Segelflieger auf optimale Flugbedingungen bei den Deutschen Meisterschaften.
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