Eschweiler - In die Eifel mit der „Schwarzen Göttin“ & Co.

In die Eifel mit der „Schwarzen Göttin“ & Co.

Von: Irmgard Röhseler
Letzte Aktualisierung:
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Faszination Eifel trifft auf Charme und Chrom vergangener Jahre: Oldtimer-Liebhaber Arnold Packbier chauffierte bei unserer 7 x Sommer-Ferienaktion unseren Leser Harald Latz mit seinem Triumph TR 6 ins Eifelstädtchen Rohren. Foto: I. Röhseler
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So lässt es sich leben: Nach einer entspannten Oldtimerfahrt und einem leckeren Stückchen Kuchen gab es für alle Chauffeure und Beifahrer eine Erinnerungsplakette unserer Zeitung.

Eschweiler. „Das war wieder ein schönes Erlebnis und ein traumhafter Tag. Vielen Dank dafür!“ Das sagte Irmgard Dreesen am Mittwochnachmittag, als der schmucke Oldtimerkonvoi in heimische Gefilde zurückkehrte. Das Strahlen in ihrem Gesicht verriet, dass ihr die Tour ausgesprochen gut gefallen hatte. Und damit war sie keinesfalls alleine.

Auch die anderen Leser waren bei bestem Wetter voll auf ihre Kosten gekommen. Kein Wunder, so etwas erlebt man schließlich nicht alle Tage. Irmgard Dreesen hatte vier Stunden zuvor in einem blitzweißen 39 Jahre alten Mercedes 450 SL Platz genommen und sich von „Chauffeur“ Siggi Ganser vorbei an bunten Blumenwiesen, goldgelben Feldern und sattgrünen Laub- und Tannenwälder kutschieren lassen.

Ja, der Automobilclub Eschweiler (ACE) hat wieder ganze Arbeit geleistet! Die Strecke, die Stefan Jenneßen für unsere Ferienaktion ausgetüftelt hatte, ging fast ausschließlich durch die grüne Natur und war einfach nur „Balsam für Körper und Seele“.

Platz nehmen und genießen war also das Motto unserer ersten „7 x Sommer“-Ferientour, die uns am Mittwochnachmittag in die idyllische Eifel führte. Der Automobilclub Eschweiler hatte wieder schwungvoll die Beifahrertüren seiner wunderschönen Oldtimer aufgehalten, um 15 unserer treuen Leser einen Ausflug der Extraklasse zu bereiten.

Wann hat man schließlich schonmal die Gelegenheit, in einem historischen Gefährt Platz zu nehmen und sich von einem „eigenen Chauffeur“ durch die Lande fahren zu lassen? Und darum an dieser Stelle erst einmal ein ganz dickes Lob und Dankeschön an die Oldtimerfreunde, die ihre Schätze wieder aus den Garagen holten, sie auf Hochglanz polierten und unsere Leser zum Nulltarif und auf eigene Spritkosten auf eine Spritztour einluden.

Unser Ziel war das Eifelörtchen Rohren. Start war – wie immer – an der Dürener Straße. Hier übernahm ACE-Vorsitzender Lars Dohmen die Einteilung der Piloten und Co-Piloten. Und zwar so, dass am Ende jeder zufrieden und majestätisch winkte, als es dann endlich losging. Alleine diese satt-röhrenden Motorengeräusche waren schon ein Genuss.

Über Hastenrath, Gressenich, Mausbach und Zweifall rollte der Oldtimer-Konvoi in Richtung Rollesbroich und weiter nach Rohren in Monschau. „Ich habe diesen wundervollen Ausblick auf der traumhaft schönen Strecke genossen“, war auch Rosemarie Thülen, die mit Kalle Wipperfürth in einem VW Karmann Ghia (Baujahr 1970) unterwegs war, ganz aus dem Häuschen. Renate und Julia Didolff zeigten sich so begeistert, dass sie uns unmittelbar nach der Fahrt per E-Mail übermittelten: „Vielen lieben Dank für die tolle Oldtimertour. Herr Hansen war ein ausgezeichneter Fahrer!“ Mutter und Tochter hatten die „Oldtimerrallye“ mit Franz-Josef Hansen in einem NSU Ro 80 absolviert und mit null Fehlerpunkten Platz 1 belegt.

Ja, apropos Rallye. Unsere Leser sollten per Bordbuch ihre Fahrer auf die richtige Strecke bringen. Jedes der Teams erhielt einen Fahrerbrief, der unter anderem auch kleine Aufgaben enthielt. So mussten die Beifahrer nicht nur spannende und interessante Eindrücke verarbeiten, sondern auch mit Argusaugen auf die Ortseingangsschilder achten. Denn hier galt es die ersten beiden Buchstaben des namens jeweils in eine freies Feld des Bordbuches einzutragen. Gute Beobachter lösten auch die kleinen Sonderaufgaben zwischendurch.

Letztlich meisterten alle ihre Aufgaben mit (mehr oder weniger)Bravour und erhielten eine schmucke Erinnerungsmedaille.

Für die drei besten Teams gab es zusätzlich Pokale. Platz 2 ging an das Team Arnold Packbier (Triumph TR 6) und Harald Latz als Beifahrer; den 3. Platz belegten Gottfried Willms mit einem BMW 316 und Wolfgang Fünfstück als Beifahrer.

Die anschließende Stärkung auf der sonnigen Terrasse des Cafés „Der lange Man“ in Rohren hatten sich die Piloten und Co-Piloten redlich verdient. „Der Automobilclub lässt es sich natürlich nicht nehmen, Sie auf ein Getränk und auf ein Stück Kuchen einzuladen“, verkündete Lars Dohmen und erhielt prompt einen kräftigen Applaus für diese zusätzliche großzügige Geste.

Sahnehäubchen gab es dann nicht auf Pfannekuchen und Apfelkuchen, sondern auch von den Oldtimer-Besitzern, die unseren höchst interessierten Lesern die ein oder andere Geschichte zu ihrem Schätzchen kredenzten. Heinz Scheuer erzählte, dass er seinen Citroën 11 CV damals für nur 150 Mark ergatterte. Mittlerweile stecken in dem historischen Mobil über 50.000 Euro. Arnold Jans verriet, dass er ganz verliebt ist in seine „Schwarze Göttin“. Das Phantomas-Auto erstand er vor über 30 Jahren in Südfrankreich. Gottfried Willms hat seinen BMW 316 vor der Verschrottung gerettet und gemeinsam mit seinem Sohn restauriert. Seitdem zieht der knallrote Oldtimer wieder alle Blicke auf sich. So auch am Mittwoch.

Selbstverständlich gab es für die äußerst netten und unterhaltsamen Chauffeure (Heinz Scheuer mit seinem blauen Citroën 11 CV (Baujahr 1953), Dieter Heinen mit seinem MG A (1959), Arnold Jans mit seiner „Schwarzen Göttin“, einem Citroën DS Pallas (1974), Franz-Josef Hansen mit seinem NSU Ro 80 (1969), Karl-Heinz „Kalle“ Wipperfürth mit seinem VW Karmann Ghia (1970), Arnold Packbier mit seinem Triumph TR 6 (Baujahr 1974), Gottfried Willms mit seinem BMW 316 (1977), Reinhard Willms mit seinem Fiat 130 (1976), Siggi Ganser mit seinem Mercedes 450 SL (1974) und Vivien Schmitz mit ihrem Rover Mini MK2) ebenfalls einen verdienten, dicken Applaus unserer Lesertruppe.

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