Eschweiler - In den USA drückt sie Jogis Jungs die Daumen

In den USA drückt sie Jogis Jungs die Daumen

Von: Sonja Essers
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Eschweiler. Am Donnerstagabend treffen Jogis Jungs beim letzten Vorrundenspiel auf die USA. Doch sind die Amerikaner genauso fußballbegeistert wie die Deutschen? „Nein“, meint Daniela Torrisi. Sie muss es wissen. Die 28-jährige Indestädterin lebt seit 13 Jahren in Hillsborough, New Jersey, und ist sich sicher: „Für die meisten Amerikaner hat der Fußball in den USA leider keinen allzu großen Stellenwert.“

Baseball, Football und Eishockey seien bei den Amerikanern um einiges beliebter. Schaut man sich die Spiele auf der anderen Seite des großen Teichs denn gar nicht an? Auch auf diese Frage hat Torrise eine Antwort parat: „Wenn sich hier Leute die Weltmeisterschaft anschauen, dann wirklich nur bestimmte Spiele des Teams USA“, meint sie. Public Viewing? Fehlanzeige.

Das liege jedoch nicht immer nur am mangelnden Interesse an der Sportart. Hinzu komme, dass die Spiele zu ungünstigen Uhrzeiten übertragen werden. „Beim Baseball und Football ist das ganz anders. Bei diesen Spielen sind immer alle Leute zu Hause“, meint Torrisi.

Auch ihr Mann, der im Gegensatz zu vielen anderen Amerikanern fußballbegeistert sei, könne die Partien nicht verfolgen. Daniela Torrisi schaut sich die Spiele gemeinsam mit ihrer Mutter an und hat einen klaren Favoriten. „Ich drücke natürlich der deutschen Mannschaft die Daumen“, sagt sie und fügt hinzu: „Das ist immerhin noch mein Land. Hoffentlich werden die Deutschen Weltmeister! Das würde mich sehr freuen.“

Doch man sollte sich nicht zu früh freuen. Schließlich werden die USA von keinem Geringerem als Jürgen Klinsmann trainiert. Trotzdem ist Torrisi optimistisch: „Ich glaube nicht, dass die Amerikaner einen Sieg gegen Deutschland schaffen werden. Obwohl es ein echt Schock für mich war, als ich gehört habe, dass Jürgen Klinsmann der Trainer für die USA ist.“

Ihre Meinung begründet die Inde­städterin so: „In der Vergangenheit hatten wir nie ein Problem, gegen das amerikanische Team zu gewinnen. Immerhin ist das deutsche Team stärker und hat ja auch einen sehr guten Trainer“, sagt sie und ergänzt: „Klinsmann war ein sehr guter Spieler, die Chancen für die USA sind wahrscheinlich jetzt ein bisschen größer. Aber ich glaube nicht, dass die jetzt sehr weit kommen. Das würde mich sehr überraschen.“ Torrisi hofft auf eine spannende Partie – und einen Sieg für Deutschland.

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