Eschweiler-Dürwiß - In den Sittichkäfigen am Drimbornshof wohnen derzeit nur Mäuse

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In den Sittichkäfigen am Drimbornshof wohnen derzeit nur Mäuse

Von: tob
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Eschweiler-Dürwiß. Wer gerne Vögel anschaut und -hört, hatte bislang in unmittelbarer Nähe zum Drimbornshof Gelegenheit dazu. Dort gibt es nämlich den Sittich-Treff, der von Michaela und Reinhard Grüttgen aus Gressenich betrieben wird. Derzeit hängen an den Volieren Schilder, die die leeren Käfige mit einer Mäuseplage erklären. Ob überhaupt noch einmal Vögel dort einziehen, ist unklar.

„Wir überlegen, ob wir überhaupt weitermachen“, sagt Reinhard Grüttgen. Seit einigen Jahren betreibt er gemeinsam mit seiner Frau die Volieren in Dürwiß. Das Ehepaar hatte damals von einer bekannten von den Volieren erfahren, die zu diesem Zeitpunkt bereits vier Jahre leer standen. Nach längeren Verhandlungen mit den entsprechenden Stellen der Stadt Eschweiler wurden die Gebäude ab August 2011 gepachtet.

Dann hieß es erstmal: Ärmel hochkrempeln und anpacken. Und einiges an Geld investieren. Aufgebrochene Türen, rausgerissene und verbrannte Kabel (dadurch war auch die Stromverbindung gekappt), Dreck und meterhoher Unrat mussten angepackt werden. Im Frühjahr 2012 war der Sittich-Treff in Dürwiß dann fertig. Mehr noch: das Ehepaar Grüttgen richtete auch einen Jugendtreffpunkt her. „Die positive Rückkoppelung der Dürwisser Mitbürger, Jung und Alt, hat uns für alle Mühen mehr als entschädigt. Immer wieder wurde uns lobend bestätigt, dass wir was Gutes erstellt hätten“, so das Ehepaar Grüttgen. Genau das macht nun auch die Entscheidung, ob es überhaupt weitergeht, ein Stück weit schwieriger.

Zunächst einmal gilt es jedoch den Mäusen Herr zu werden. „Das ist wirklich irre. Wir haben geschätzt 70 bis 80 Mäuse dort“, sagt Grüttgen. Mit Mausefallen hatte das Ehepaar bislang keinen Erfolg, nun wird es mit Giftködern versucht. Das ist auch der Grund, warum die Volieren geräumt wurden. „80 Prozent des Vogelfutters ist dort für die Mäuse draufgegangen“, so Grüttgen, der schon „als Halbstarker“ erstmals eine eigene Vogelzucht betrieb. Im Jahr 2004 begann Michaela Grüttgen sich dann für die Vogelzucht zu interessieren und so war dann ein gemeinsames Hobby für das Ehepaar gefunden.

Zwar sind die beiden im Dachverband gemeldet, in einem Verein sind sie jedoch nicht aktiv. „So viel Spaß es auch macht, es ist doch auch eine ganze Menge Arbeit. Und dann auch noch Vereinsarbeit...“, sagt Reinhard Grüttgen, der in diesem Jahr 70 Jahre alt wird.

Sind die Mäuse verschwunden, müssen die Volieren wieder ausgebessert werden. Mit Jungtieren rechnet Grüttgen nicht vor Mai oder Juni. Und dann steht auch noch die Entscheidung an, ob es in Dürwiß weitergeht...

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