Eschweiler - In den Ferien gehts um 7 Uhr zur Schule

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In den Ferien gehts um 7 Uhr zur Schule

Von: Anja Klingbeil
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Die Stühle müssen bald wiede
Die Stühle müssen bald wieder zurück in die Klassenräume. Wenn die Schüler in den Ferien sind, hat Hausmeister Harald Schier jede Menge Arbeit.

Eschweiler. Die Klassenzimmer sind leer geräumt. Stühle, Tische und Mülleimer stapeln sich auf den Fluren - so sehen die Sommerferien nicht nur in der Don-Bosco-Grundschule aus. Denn Ferienzeit ist an den Schulen vor allen Dingen Arbeitszeit.

Während die rund 340 Schüler die Füße hochlegen, hat Schulhausmeister Harald Schier alle Hände voll zu tun.

Erste Aufgabe: Klassenräume komplett ausräumen. In den Ferien ist nämlich endlich mal Gelegenheit dazu, den Fußboden ordentlich zu wienern. „Klar, da sammelt sich natürlich einiges an Schmutz drauf an”, sagt der 54-Jährige. Während des laufenden Schulbetriebes sind solche Reinigungsarbeiten nicht möglich. Das erledigt der Hausmeister nun also in den Ferien.

Seine Liste ist lang, reicht von kleinen Ausbesserungsarbeiten, etwa dem Streichen von Türen, bis hin zum Erneuern der sanitären Anlagen. „Das Jungen-WC ist bereits erneuert”, sagt Harald Schier, „aber eine Menge zu tun ist immer noch.”

Seit zweieinhalb Jahren ist Schier als Hausmeister an der Don-Bosco-Schule tätig, ist zudem für die Karlschule zuständig. Früher war er Hausmeister eines großen Einkaufshauses in der Eschweiler Innenstadt. „Die Arbeit unterscheidet sich gar nicht so sehr voneinander”, sagt der 54-Jährige.

Um 7 Uhr morgens beginnt für Harald Schier in den Ferien der Tag. Dann geht es ab in die Schule. „In den Ferien ist es eben für mich besonders stressig.” Derzeit sind zudem auch noch jede Menge Handwerker im Haus. Die Fenster der Einrichtung werden ausgetauscht.

Ansonsten, so sagt Harald Schier, ist trotz der vielen Arbeiten, schon eine andere, ruhigere Atmosphäre in der Schule. „Im Prinzip stört einen ja niemand”, sagt er und lacht.

Störend sei nur der Müll, den er Abend um Abend in den Grünanlagen einsammeln muss. Die haben sich zum Treffpunkt für Jugendliche entwickelt - die leider dort auch ihren Unrat hinterlassen. Ganz zum Unmut von Harald Schier.

Zwei Wochen bleiben ihm noch, um alle Arbeiten zu erledigen. „Die Notbeleuchtung muss noch erneuert, und die Feuerlöscher müssen noch kontrolliert werden”, erzählt Harald Schier. Dann müssen schließlich die Stühle, Tische und Mülleimer wieder in die 15 Klassenzimmer eingeräumt werden.

Wenn die drinnen sind, macht auch der 54-Jährige endlich Urlaub. Die letzten drei Wochen der Sommerferien verbringt er ganz gemütlich mit seiner Familie. Denn auch ein Hausmeister braucht mal Ferien.
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