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Im Odilienhaus fühlt sich niemand allein gelassen

Von: kaba
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Das „Odilienhaus” ist ihre H
Das „Odilienhaus” ist ihre Heimat: Dieter Görris, Ute Feindt, Maria Fink, Helga Olberts und Kurt Haiplick (auf der Bank von links) leben seit 30 Jahren in der Odilienstraße. Hinter ihnen Geschäftsführer Marc Inderfurth, Bereichsleiterin Melanie Jahn und Einrichtungsleiter Stephan Kriescher.

Eschweiler. Seit 30 Jahren leben sie zusammen und meistern gemeinsam den Alltag. Die Bewohner des Behindertenwohnheims an der Odilienstraße haben hier in den vergangenen drei Jahrzehnten ein neues Zuhause gefunden.

Das Gebäude bietet 51 Menschen mit überwiegend geistiger Behinderung Wohnraum und vor allem durch ein ausgebildetes Pflegepersonal Lebenshilfe. Zur Zeit ist die jüngste Bewohnerin 18 Jahre und die älteste 76 Jahre alt. In der Einrichtung werden die Menschen zum einen im Alltag begleitet und unterstützt, zum anderen können sie außerdem verschiedene Angebote wahrnehmen. So zum Beispiel im Bereich Sport Fußball, Schwimmen, Kegeln oder Tanzen oder im kreativen Bereich Musizieren, Werken oder Malen.

Am Wochenende feierte das Caritas-Wohnheim sein 30-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass organisierten die Mitarbeiter ein großes Fest. Im Hof war ein Zelt aufgebaut, in dem sowohl eine Bühne als auch das Kuchenbuffet ihren Platz fanden. Die Kuchen waren allesamt von Freunden, Verwandten und Bekannten gespendet worden und fanden großen Anklang.

Am Morgen hatte man die Festlichkeiten mit einem Gottesdienst im Zelt eröffnet, den Weihbischof Dr. Johannes Bündgens zelebrierte. Anschließend kam man im und um das Festzelt zusammen und genoss den Sonnenschein, bevor dann am Nachmittag die ersten Reden gehalten wurden.

Den Anfang machte der Geschäftsführer Marc Inderfurth. „10.950 Tage Leben bejahen. Das ist es, was in unserer Einrichtung jeden Tag aufs Neue geschieht. Wir müssen immer wieder prüfen, was wir tun können, damit unsere Bewohner gemeinsam mit uns ihre Ziele erreichen.”, begann er seine Rede. „Kein Mensch ist perfekt, und wenn niemand perfekt ist, dann haben wir Vielfalt. Und diese gilt es zu bewahren. Eines der wichtigsten Dinge in unserer Einrichtung ist die Selbstannahme. Lernen, sich selbst anzunehmen. Und auch wir müssen uns jeden Tag auf unsere Arbeit neu einlassen. Wer sich einmal auf die Begegnung mit diesen Menschen einlässt, dem wird das Herz aufgehen”, berichtet er aus eigener Erfahrung. Auch Bürgermeister Rudi Bertram schließt sich den Worten Inderfurths an: „Wir in Eschweiler werden alles tun, um die Bewohnerinnen und Bewohner der Caritas-Lebenswelten in unser Leben in der Stadt zu integrieren.”

Und daran arbeiten auch die 36 Mitarbeiter tagtäglich mit bisherig gutem Erfolg. Auch Einrichtungsleiter Stephan Kriescher macht seine Arbeit mit Herzblut und ist sehr stolz darauf, am Tag des 30. Geburtstags der Einrichtung fünf Bewohner ehren zu dürfen, die bereits in den ersten Tagen nach Errichtung des Gebäudes eingezogen und bis heute geblieben sind. Und noch eine Besonderheit gab er bekannt. Zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern hat man sich einen neuen Namen für das Caritas-Wohnheim überlegt. Seit Samstag heißt das Gebäude „Odilienhaus”. Und so gab es an diesem Tag noch einen Grund mehr zum Feiern.

Gegen Abend startete dann die Jubiläumsparty mit Musik von den Charmören aus Köln und der hauseigenen Gruppe „Rasselbande”. Außerdem gab es noch eine kleine Darbietung des Zirkus Gioco, und auch die Tanzgruppe des Wohnheims, die Funnydancers, hatte ihren großen Auftritt.

Gegen 23 Uhr gingen die Feierlichkeiten dann nach einem langen und schönen Tag langsam zu Ende.
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