Eschweiler - Im Laufschritt gegen die Hungerkatastrophe

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Im Laufschritt gegen die Hungerkatastrophe

Von: ran
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Setzten sich für ihre Altersg
Setzten sich für ihre Altersgenossen im ostafrikanischen Somalia ein: die Schüler der Katholischen Grundschule Kinzweiler. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Schulleiter Gerd Schnitzler hatte auf 3000 Euro gehofft. Siggi Eichendorf-Kamp, Koordinatorin der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Katholischen Grundschule Kinzweiler, war forscher und liebäugelte im Voraus mit 5000 Euro.

Doch das Ergebnis der Aktion „Wir für Somalia” der KGS verschlug schließlich allen Beteiligten die Sprache: Insgesamt 12.136,56 Euro brachten der Sponsorenlauf und der Benefizabend ein. Geld, das den notleidenden Menschen in Ostafrika, die unter der schlimmsten Dürre - und Hungerkatastrophe seit Jahrzehnten leiden, zugute kommen wird.

Am Freitag nahmen nun mit Johanna Wilhelm und Margarethe Hagen zwei ehrenamtliche Helferinnen der Kindernothilfe die Summe in Empfang. „Wir sind stolz auf das Resultat dieses Projekts, an dem viele Menschen Anteil haben”, betonte Gerd Schnitzler. „Besonders wichtig war es uns, dass die Kinder mit ihrem Lauf erheblich zum Gelingen beigetragen haben”, so der Schulleiter, der nicht selten verblüfft über die Ausdauerleistungen seiner Schüler war.

Die hatten im Vorfeld Sponsoren im Familien- und Bekanntenkreis gesucht und sehr häufig auch gefunden. Diese verpflichteten sich, pro gelaufener Runde einen bestimmten Betrag zu spenden. „Der Lauf hat dann immer mehr an Eigendynamik gewonnen”, schmunzelt Gerd Schnitzler und dankt den Schülern sowie den Sponsoren, die ihre gegebenen Versprechen hielten.

Den von Siggi Eichendorf-Kamp mit Hilfe der Eltern, der Verantwortlichen des Fördervereins, der Lehrer sowie externen Sponsoren organisierten eintrittsfreien Benefizabend besuchten rund 200 Gäste, die mit weiteren Spenden Gutes taten. Zum Gelingen des Abends trugen darüber hinaus eine Lesung der Radiojournalistin Biggi Müller, die Band „Night in Paris”, afrikanische Trommler sowie eine von Lucy Wilk, Putzkraft an der KGS Kinzweiler, angeführte Tanzgruppe kenianischer Landsfrauen bei.

Den Kontakt zur Kindernothilfe stellten die Verantwortlichen der KGS Kinzweiler über Marissa Euen, der Mutter einer Schülerin, her, die selbst bereits als Entwicklungshelferin in Afrika tätig war. „Uns ist wichtig, mit einer Organisation zusammenzuarbeiten, bei der wir sicher sein können, dass das Geld auch an den richtigen Stellen ankommt”, unterstrich Gerd Schnitzler. Dies versicherten die beiden Ehrenamtlerinnen aus Köln, die über die Arbeit der Kindernothilfe in Somalia berichteten. „Es geht darum, Soforthilfe für die Betroffenen der Dürrekatastrophe zu leisten.

In Somalia hat die Kindernothilfe mit der lokalen Organisation „International Aid Service” einen Partner an der Seite, der bereits seit 20 Jahren unter schwierigsten Bedingungen in Somalia aktiv ist”, erklärte Margarethe Hagen. Und Gerd Schnitzler ergänzte: „Vom Projekt profitieren sowohl die Kinder in Afrika als auch unserer Schule. Denn etwas über die Lebenssituationen in anderen Ländern zu erfahren, führt hoffentlich zur Erkenntnis, dass nicht alle Annehmlichkeiten, die wir in Deutschland genießen, selbstverständlich sind.”

In welches Projekt genau das gespendete Geld fließt, steht noch nicht fest. „Sollten sie in dieser Hinsicht aber einen Wunsch haben, können sie jederzeit Kontakt mit der Kindernothilfe aufnehmen”, bot Johanna Wilhelm den Verantwortlichen der KGS Kinzweiler an. Ein Hinweis, den Siggi Eichendorf-Kamp dankend aufnahm. „Wir werden uns schlau machen, welches Projekt in Somalia oder Kenia, wo zahlreiche somalische Flüchtlinge derzeit ihr Dasein fristen, konkret Hilfe erhalten soll”, so die Koordinatorin der OGS.
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