Im Grünen sind viele Probleme wie weggeblasen

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler/Aachen. Wenn das Wetter wieder mitspielt, wird im Garten gearbeitet. Dort bauen die Kinder vom Paulinenhof ein Ziegengehege. Drei Ziegen warten darauf, hier untergebracht zu werden.

Schildkröten und Meerschweinchen, um die die Kinder sich kümmern, gibt´s hier bereits.

Wolfgang Gerhards ist der „Chef” der Kindergruppe, die hier am Rande des Aachener Paulinenwäldchens lebt. Eigentlich ist er der Chef des gesamten (Kinder-)Hauses St. Josef in Eschweiler. Und weil die Außenwohngruppe im Paulinenhof so gut funktioniert, braucht er selbst sich hier nur selten blicken zu lassen.

Ebenso wie Robert Wagner, der als Fachbereichsleiter für fünf stationäre Gruppen zuständig ist. Im Paulinenhof zu sein, das ist für die beiden fast wie Urlaub. Und nicht nur für die beiden. Dabei steckt natürlich eigentlich ganz anderes dahinter: Hier, in der Ungestörtheit und Ruhe des von Besitzerin Mariele von Detten eigens für die Wohngruppe aufwändig umgestalteten Hofguts, sollen traumatisierte Kinder wieder in ein normales Leben zurückfinden. Mit sachkundiger Hilfe eigens geschulter Therapeuten. Neun Kinder finden hier in der Regel Platz.

In einer ehemaligen Scheune, die heute neben großzügigen Ein- und Zweibettzimmern attraktiv eingerichtete Aufenthaltsräume, Spiel-, Bastel- und Therapiezimmer, Bäder, Küche und alles weitere enthält, was die Gruppe braucht. „Der Hof hier ist für uns wie ein Sechser im Lotto”, freut sich Wolfgang Gerhards.

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