IG Metall Stolberg setzt auf Übernahme des Abschlusses

Von: -jül-
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Stolberg. Die für Montag und Dienstag angekündigten Warnstreiks in Stolberg hat Helmut Wirtz erst einmal abgesagt.

Am Dienstag tagt der Ortsvorstand, und am Dienstagabend wird der Geschäftsführer der IG Metall die Delegierten aus Stolberg und Eschweiler bei ihrer Quartalsversammlung im Münsterbuscher Jugendheim erst einmal über die Details des in Baden-Württemberg ausgehandelten Tarifabschlusses informieren. Über die Übernahme in Nordrhein-Westfalen sollen bereits am Donnerstag Gespräche mit den Arbeitgebern aufgenommen werden.

Am Montag beschäftigte sich erst einmal die große Tarifkommission in Sprockhövel mit den Ergebnissen aus Baden-Württemberg. Der Abschluss sieht 4,3 Prozent mehr Geld, eine Vereinbarung zur unbefristeten Übernahme von Ausgebildeten sowie mehr Mitsprache bei Leiharbeit vor. Gefordert hatte die IGM ein Plus von 6,5 Prozent, geboten hatten die Arbeitgeber drei Prozent.

„Der Trend ist klar”, sagt Helmut Wirtz am Rande der Gespräche im nordrhein-westfälischen Metall-Bezirk. „Die Stimmung zu einer Übernahme ist positiv”, bilanziert Wirtz erwartungsvoll vor den Gesprächen am Donnerstag. Allerdings gelte es, Details der Pilotvereinbarung aus Sindelfingen an die in NRW bereits bestehenden tariflichen Verhältnisse anzupassen. Auf einige interessante Details wies Wirtz hin. „Wir sind bei der Mitbestimmung bei Leiharbeit erheblich weiter gekommen”, so der erfahrene Gewerkschaftsfunktionär.

Bis zu zehn Tage Zeit werden Betriebsräte für ihre Positionierung haben, freiwillige betriebliche Vereinbarungen können zu flexibleren Regelungen führen. Weitere Verbesserungen zur Entlohnung von Leiharbeit erwartet Wirtz von Verhandlungen, die der DGB mit Personalfirmen in der vergangenen Nacht führen will. Begrüßt wurde in Sprockhövel die grundsätzliche Übernahme ab 1. Januar 2013 der Ausgebildeten.

Bei der Betrachtung der Lohnsteigerung von 4,3 Prozent über 13 Monate müsse beachtet werden, dass der bislang Vereinbarte Abschlag von 0,4 Punkte beim flexiblen Altersübergang entfalle. Auch die örtlichen Betriebsräte zeigten sich durchaus zufrieden mit dem Abschluss. Sie werden ihn heute Abend weiter diskutieren.
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