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Hospitieren am Berufskolleg: Wo Inklusion seit Jahren gelebt wird

Von: ran
Letzte Aktualisierung:
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Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Willi-Fährmann-Schule absolvierten eine Hospitationswoche am Berufskolleg und nahmen dabei wertvolle Eindrücke auf. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Die Verantwortlichen der Willi-Fährmann-Schule, Förderschule im Verbund mit den Schwerpunkten „Lernen“ sowie „emotionale & soziale Entwicklung“, und des Berufskollegs Eschweiler waren ihrer Zeit und damit dem Thema Inklusion voraus, als sie vor inzwischen drei Jahren eine Vereinbarung schlossen.

Seitdem hospitieren Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Willi-Fährmann-Schule einmal pro Jahr eine Woche lang im Berufskolleg, nehmen in den unterschiedlichsten Bereichen am Unterricht teil und lernen so im Schulalltag Schüler, Lehrer und die Besonderheiten des BKE kennen.

Ereignisreiche Woche

Am Freitag nahmen nun mit Christina Duarte, Beverly Schmidt, Alina Rajano-Gomez, Florian Diederichs, Sven Römer, Mustafa Kalayci, Vincenc Schmidt, Lukas Adams, Zeljko Ristic, Francisco Duarte, Niklas Born, Pascal Eichberg, Andreas Kallinich, Tobias Breuer, Celina Köchig, Selimcan Köruglu und Arlind Dragusha 17 Schüler der Willi-Fährmann-Schule aus den Händen von Berufskollegs-Leiter Thomas Gurdon Zertifikate entgegen. Damit ging für die Jugendlichen, die im Sommer die Willi-Fährmann-Schule verlassen werden, eine ereignisreiche Woche zu Ende.

„Wir haben eine ganz andere Art des Unterrichts, nette Lehrer und coole neue Mitschüler kennengelernt“, lautete das positive Fazit der Schüler. Die am Projekt beteiligten Lehrer des Berufskollegs gaben die Komplimente zurück: „Die Schüler der Willi-Fährmann-Schule haben sich hervorragend präsentiert und ihrer Schule mit ihrem Verhalten und den im Unterricht gezeigten Leistungen ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt“, lobte Hans Werths und erhielt Zustimmung von Karin Stenz, Manuela Rynio, Angela Ingendahl und Harry Liedtke.

Elke Schmitz, die das Projekt gemeinsam mit den Schulsozialarbeiterinnen Gabi Kämpfe und Moni Stephan koordinierte, zog ebenfalls ein positives Fazit: „Schon in den 20-minütigen Vorstellungsgesprächen, die die Willi-Fährmann-Schüler absolvierten, haben diese einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Es folgte ein selbstverständlicher Umgang mit vielen neuen Eindrücken.

Natürlich lief nicht immer alles glatt. Aber durch Gespräche konnten die Dinge stets geklärt werden. Und nicht zuletzt meinen Berufskollegsschülern hat es gut getan, neben euch gesessen zu haben“, sprach die Pädagogin ihre Gastschüler direkt an. Worte, die Karlmartin Eßer als Leiter der Willi-Fährmann-Schule natürlich gerne vernahm.

„Diese Bilanz macht mich stolz. Für unsere Schüler ist es sehr wichtig, zu sehen, wie es für sie nach der Willi-Fährmann-Schule weitergehen kann und dass sie die Möglichkeit haben, in einem halben Jahr das Berufskolleg zu besuchen“, machte er deutlich. „Außerdem ist auch der Austausch zwischen den Lehrern von großer Bedeutung, weil sie von einander lernen können.“ Im kommenden Jahr wird es die vierte Hospitationswoche von Willi-Fährmann-Schülern am Berufskolleg Eschweiler geben.

Darüber hinaus stehen Verantwortliche beider Schulen in regelmäßigem Kontakt. „Die Grenzen zwischen Schulen sind Hürden für die Schüler. Kooperationen zwischen Schulen machen es leichter, diese Hürden zu nehmen“, unterstrich Thomas Gurdon.

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