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Herbstfest: Kulturelle und kulinarische Häppchen im Talbahnhof

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Vielseitiger Fingerstyle-Gitar
Vielseitiger Fingerstyle-Gitarrist: Jacques Stotzem.

Eschweiler. Zu seinem abwechslungsreichen Herbstfest lädt der Kleinkunstförderverein Talbahnhof ein. Neben kulinarischen Köstlichkeiten gibts am Sonntag, 4. November, 15 Uhr, natürlich auch wieder ein feines kulturelles Programm im Kulturzentrum. Und zwar bei freiem Eintritt.

Auftretende sind Jacques Stotzem, das Kabarett Duo „Fußpflege Deluxe”, Hastenraths Will, Stimmt so a-capella, „Romantische Rebellen”-Band mit Daniela Gölden und Sascha Pütz.

Jacques Stotzem ist einer der vielseitigsten Fingerstyle-Gitarristen der aktuellen Gitarrenszene. 1959 in Verviers geboren, hat der belgische Gitarrist inzwischen 12 CDs eingespielt. Als gern gesehener Gast auf allen großen Festivals hat sich Jacques Stotzem mit seinem perfekt vorgetragenen Fingerstyle-Gitarrenspiel, seinem sensiblen Gespür für Melodik und seinem feinen Temperament einen beachtlichen Fan-Kreis erspielt. Seit 2006 produziert die berühmte amerikanische Gitarrenfirma „Martin Guitar” ein „OMC Jacques Stotzem Custom Signature” Modell, ein Traum für jeden Gitarristen, eine Ehre für Jacques.

Bemerkenswerte Klassiker

Seine CD „Catch the Spirit” mit bemerkenswerten Arrangements von Rockklassikern (Jimi Hendrix, Rory Gallagher, U2) schaffte 2009 den Sprung in die belgischen Charts und blieb 43 Wochen lang klassiert. Anfang 2012 erschien „Lonely Road”, ein Album mit farbenprächtigen Kompositionen über unvergessliche Erlebnisse und Erinnerungen seines bewegten Musikerlebens. Saitenkollege Larry Coryell über Jacques: „Was er spielt, ist pure Musik. Als Instrument benutzt er die Gitarre, die er sehr, sehr gut beherrscht.”

Die „Fußpflege Deluxe” reist ebenfalls zum Herbstfest im Talbahnhof an, um die Lachmuskeln und das Hirn mit einer ganz neuen spielerischen Art zu strapazieren. Hat Carolin Seeger nun wirklich einen Texthänger oder ihren Mitstreiter Christoph Schlewinski wirklich gerade zu einem ungewollten Coming-Out verholfen? Arbeiten nun beide zusammen oder gegeneinander? Bei der Produktion von „TV TV” mit Guido Cantz trafen die beiden das erste Mal aufeinander. Er als Autor, sie als Schauspielerin. „Wir hatten schon damals nicht den gleichen Humor”, behauptet er. Mit „Fußpflege Deluxe” beschreiten sie dennoch gemeinsame Wege und folgen dabei keineswegs ausgetretenen Pfaden.

Im ersten Soloprogramm „Das Buffet ist eröffnet!” von Hastenraths Will erfährt man nicht nur alles Wichtige über das Privatleben des erfolgreichen Landwirts. Nein: Der begnadete Geschichtenerzähler schaut auch immer mal wieder gerne über den Tellerrand hinaus. Großzügig lässt Hastenraths Will dabei sein Publikum teilhaben an seinem soliden Halbwissen über Massentierhaltung, Weltreligionen oder erotische Traumdeutung. Der charismatische Ortsvorsteher berichtet dabei aus der heilen Welt der dreistelligen Telefonnummern über eine Welt da draußen, die langsam in Unordnung gerät.

Dabei bildet der aberwitzige Dorfkosmos jedoch nur Rahmen und Ausgangspunkt für eine abenteuerliche Reise hinaus bis in die äußersten Gehirnwindungen eines unterschätzten Visionärs. Die scheinbar naive Weltanschauung des Hastenraths Will entpuppt sich nach und nach als intelligente Mischung aus hintergründiger Gesellschaftssatire und herzerfrischender Comedy voller Aha-Momente. Und wenn Hastenraths Will einmal heiß gelaufen ist, dann gibt es kein Halten mehr. Weder auf noch vor der Bühne. Die Show besticht durch Tempo, Improvisationsfreude und eine hohe Pointendichte.

Die „Romantische Rebellen”-Band mit Daniela Gölden und Sascha Pütz ist ebenfalls dabei. Daniela Gölden ist Lehrerin am Berufskolleg Eschweiler und hat seit neun Jahren ein festes Engagement am „Das Da Theater” in Aachen (musikalische Inszenierungen u.a. „Hamlet”, „Roxanne”, „Marilyn Monroe”). Sascha Pütz ist Lehrer am Berufskolleg Eschweiler und war in frühen Jahren Kirchenorganist. Seit 18 Jahren spielt er Gitarre. Seit 2009 steht er mit Daniela Gölden auf der Bühne.

Liebe zum Gesang

Die Liebe zum Gesang ohne Instrumentalbegleitung verbindet „Stimmt so!” a-capella und führte die jetzige Formation zusammen. „Wir sind alle von Kindesbeinen an der Musik verschrieben, genossen eine Instrumentalausbildung und singen seit Jahren in verschiedenen Chören im Raum Düren, wo wir auch solistische Bühnenerfahrung sammeln konnten. Mit vier Frauen- und vier Männerstimmen ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, Stücke zu interpretieren, die bislang „nur” in instrumental unterstützten Arrangements zu hören waren. Wie hört es sich wohl an, wenn „Carbonara” statt von Spliff durch „Stimmt so!” intoniert wird? Beim Herbstfest am Talbahnhof am Sonntag kann man das hören.
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