Eschweiler - Heimatfreunde Kinzweiler: musikalischer Start ins Jubiläumsjahr

Heimatfreunde Kinzweiler: musikalischer Start ins Jubiläumsjahr

Von: dmü
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Das Vocal-Ensemble „Slava” aus Maastricht begeisterte die Zuhörer beim Konzert der Heimatfreunde Kinzweiler. Foto: Désirée Müller

Eschweiler. Der Verein der Heimatfreunde Kinzweiler begeht in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Traditionell beginnt der Verein sein Vereinsjahr mit dem festlichen Konzert zum neuen Jahr. Diesmal erwartete die Besucher in der Pfarrkirche St. Blasius Kinzweiler ein besonderer musikalischer Genuss.

Das Vokalensemble „Slava” aus der niederländischen Provinz Limburg stellte während der gut zweistündigen Veranstaltung beeindruckend sein musikalisches und gesangliches Können unter Beweis.

Nach der Begrüßung durch Dieter Offergeld, den Vorsitzenden der Heimatfreunde, lobte Pfarrer Dr. Rainer Hennes die Aktivitäten des Vereins: „Ich freue mich, dass die Heimatfreunde wieder so engagiert waren, uns dieses schöne Konzert - das insgesamt 28. in der Vereinsgeschichte - zu ermöglichen”.

Anfang 1989 gründete sich in Maastricht/Brunssum das Vokalensemble. Der Schwerpunkt lag von Beginn an auf osteuropäischer Musik. Leiter des Ensembles ist der Komponist und Dirigent Professor Jean Lambrechts, der für seine musikalischen Verdienste von der niederländischen Königin Beatrix bereits zum „Ridder in den Orde van Oranje Nassau” und zum Ehrenbürger der Provinz Limburg ausgezeichnet wurde.

Die niederländischen Musiker freuten sich, erneut in Eschweiler zu Gast zu sein: „Mittlerweile ist das hier für uns schon fast ein Heimspiel und das an einem sehr sympathischen Ort”, betonte Moderator Heinz Heinrichs vom Ensemble die Gastfreundschaft der Kinzweiler. Auch beim Neujahrskonzert in Eschweilers Nordwesten lag der Schwerpunkt auf der osteuropäischen Musik. Die von den 26 Sängern vorgetragenen Werke spiegelten dabei hauptsächlich das Bild des alten Russlands wieder. Mit russischen Volksweisen eröffnete „Slava” sein Programm. Sofort nach den ersten Tönen sprang der Funke auf die zahlreichen Zuhörern in der Kinzweiler Pfarrkirche über.

Auch die tschechischen Volksweisen und das russische Kosakenlied „Dwenadjat Razboinikow” brachten den musikalischen Geist Osteuropas in die Indestadt. Originale Volkslieder des Ostens, von eher klassischen Komponisten bearbeitete Volkslieder und darüber hinaus auch geistliche Lieder sowie byzantinisches und westeuropäisches Liedgut gehörten in Kinzweiler zum abwechslungsreichen Programm. Stimmgewaltig erschallte der mehrstimmige Gesang durch die Pfarrkirche.

„Und da wir Niederländer sowieso Sprachgenies sind, singen wir auch einige Lieder in Deutsch”, meinte Heinz Heinrichs, der durch das Programm führte und die einzelnen Musikvorträge erläuterte, schmunzelnd. So sangen die Herren aus dem benachbarten Limburg auch Stücke wie „Abendfrieden”, „Ich bete an die Macht der Liebe” und „Wiegenlied”.

Aktive und Publikum zusammen

Als Solisten stachen die Tenöre Jeu Debats, Wim Cordewener und Jan Jansen sowie die Bässe Henk Reumkens und Peter Ludwiczak hervor. Den Schluss des schönen Konzerts, dessen Eintritt frei war, gestalteten Aktive und Publikum zusammen: Gemeinsam stimmten alle das bekannte Kirchenlied „Menschen, die ihr wart verloren” an - ein gelungener Auftakt für das Jubiläumsjahr.
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