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Heilige aus dem Morgenland ziehen durch die Stadt

Von: pan
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Als Sternsinger ziehen sie von Haus zu Haus: Sofia, Judith, Greta, Sandy und Celina von der Pfarre St. Peter und Paul. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Faulenzen in den Ferien? Dies gilt nicht für Sofia, Sandy, Celina und Judith. Die vier Schülerinnen ziehen als Sternsinger von Haus zu Haus. Begleitet werden sie von Sofias Schwester Greta Boese. Die 13-Jährige hilft den jüngeren bei ihrer Rundreise durch die Innenstadt.

Am Donnerstagmorgen machten sie kurz Station in unserer Eschweiler Redaktion.

Beschimpfungen an der Tür

Die vier jungen Ehrenamtler berichten nicht nur Positives. Obwohl die jungen Helfer der Pfarre St. Peter und Paul Gottes Segen bringen, sind sie nicht überall willkommen. „Wir sind sogar als A...löcher beschimpft und weggeschickt worden“, berichtet Judith. Dabei soll es sich um eine ältere Dame gehandelt haben. Die gute Laune lassen sie sich davon allerdings nicht vermiesen. Und solche Vorfälle sind die Ausnahme.

Morgens um 9 Uhr treffen sich die Sternsinger im Jugendzentrum Peter und Paul, unmittelbar gegenüber vom Städtischen Gymnasium. Von dort schwärmen die Gruppen aus, um erst zum gemeinsamen Mittagessen dorthin zurückzukehren. „Anschließend machen wir dann gemeinsame Spiele“, erzählt die elfjährige Celina. So kommt der Spaß nicht zu kurz, ehe sie erneut in die Umhänge schlüpfen und die Kronen aufsetzen. Nach einigen Tagen sind alle Straßen im Gebiet der Pfarre abgegangen.

In sämtlichen Gemeinden sind die Sternsinger unterwegs und schreiben den Neujahrssegen „20 C + M + B 14“ an die Türen. Dahinter verbergen sich nicht nur die Anfangsbuchstaben der Heiligen drei Könige, nämlich Caspar, Melchior und Balthasar, sondern auch die lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne dieses Haus). Diese Tradition verbinden die jungen Christen mit einer großen Sammlung, deren Erlös an das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ geht. Im Mittelpunkt stehen diesmal Flüchtlingskinder in Malawi, aber auch weitere 2000 Projekte weltweit werden mit diesem Geld unterstützt.

Als Dankeschön erhalten die jungen Helfer häufig Süßes. Das wird allerdings nicht bereits auf dem Weg verputzt, sondern erst im Jugendtreff erhält jeder seinen Anteil. Wer was bekommt, wird mit dem Schokoladenlauf ermittelt. Also wieder steht der Spaß im Vordergrund. Und dass Sofia & Co. mit Freude dabei sind, versteht sich von selbst. „Ich gehe schon seit vielen Jahren mit“, sagt die Zehnjährige. Und Schwester Greta war als Unterstützung immer dabei.

Empfang im Rathaus

Bis zum kommenden Donnerstag werden die Sternsinger in den Eschweiler Gemeinden noch den Segen in die Häuser bringen, dann endet die Aktion mit dem Empfang im Rathaus, zu dem alle Teilnehmer eingeladen sind. Dort wird auch das Sammelergebnis verkündet. Im vergangenen Jahr kamen insgesamt 44.861,68 Euro zusammen.

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