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Günter Hochgürtel im Cultur-Café: Eifeler Bekenntnisse

Von: jope
Letzte Aktualisierung:
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Von Liedern im Eifeler Platt bis hin zu französischen Chansons: roubadour Günter Hochgürtel bei seinem Auftritt im Culture Café. Foto: Joachim Peters

Eschweiler. Gastgeberin Gretel Germann hatten der großen Besucherschar im Culture-Café nicht zu viel versprochen: Mit Günter Hochgürtel präsentierte sie einen Klasse-Troubadour, der sich sowohl als Einzelsänger wie als Ensemblemitglied der vor 25 Jahren gegründeten Eifelgruppe „Wibbelstetz” einen Namen gemacht hat.

Fast 25 Jahre lang - im vergangenen Jahr gastierte der 51-Jährige im Talbahnhof - musste das Eschweiler Kulturpublikum auch auf einen Auftritt Hochgürtels in der Indestadt warten, obwohl den Mann einiges mit der Indestadt verbindet.

Damals im Talbahnhof hatte er schon verraten, dass er einst das Handwerk des Journalisten erlernte und dabei 1978 auch einige Wochen beim damaligen „Bote an der Inde” arbeitete.

Nun machte er die Musikfreunde auch darauf aufmerksam, dass einer seiner Onkel kein anderer als der langjährige Eschweiler Pastor Peter Müllenborn ist.

Günter Hochgürtel, der sich selbst mit Mundharmonika und als Fingerpicker begleitet, kündigte gleich zu Beginn ein fünfsprachiges Konzert im Culture-Café an.

Er singt in Französisch, Englisch, Französisch. Italienisch, Hochdeutsch und in seiner „Muttersprache” Eifeler Platt.

Letzteres enthält Wörter, die dem indestädtischen Dialekt fremd sind und daher vorab einer Erläuterung durch den Troubadour bedurften.

So heißt das Moped in der Eifel „Ribbelsche” und ist im Lied von Günter Hochgürtel oft das einzige Mittel für einen Eifel-Jugendlichen, der eigenen Dorf-Enge zu entkommen.

Ein weiteres, mediales, Mittel, der kleinen Welt zwischen Simmerath und Hellenthal zumindest einige Minuten adieu zu sagen, war für den Jugendlichen Günter Hochgürtel die Musik von Neill Young, die er dann auch im Culture-Café zu neuem Leben erweckte.

Hier und anderswo berühren Günter Hochgürtels Songs oft Menschlich-Allzumenschliches. So, wenn er den einsamen Sonntagmorgen einer modernen 40-jährigen Karrierefrau beschreibt: „Familie hat sie schon abgehakt, doch ein Mann sollte es noch sein”.

Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen, nachdem die Anspruchsvolle schon einige eigentliche passable Männer abserviert hat und nur noch einige entscheidungsscheue (und zudem bereits verheiratete) Herren der Schöpfung übrigbleiben...

Neben erwähnt Menschlich-Allzumenschlichem blitzte in einigen Hochgürtel-Songs Gesellschaftskritisches auf, so wenn der Eifelbarde etwa beim „Tanz auf dem Vulkan” - das Titellied seiner neuesten CD - den gedankenlosen Umgang des Menschen mit der Natur anprangerte.
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