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Grünes Team will das Rathaus erobern

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Die „Top 7” der grünen Reserveliste mit (von links):Dietmar Widell (Platz 2), Marlene von Wolff (4), Franz-Dieter Pieta (3), Gaby Pieta (1), Jürgen Kreuer (6), Sandra Jumpertz (7) und Horst Paul (5).

Eschweiler. „Meine Schulleiterin hat mir im Scherz verboten, Bürgermeisterin zu werden. Das würde zu viele Lücken in den Stundenplan reißen”, schmunzelt Studienrätin und Grünen-Politikerin Gabriele Pieta. „Aber ich konnte meine Chefin mit dem Hinweis beruhigen, dass meine Chancen auf das Bürgermeisterinnen-Amt wohl verschwindend gering sind.”

Umso größere Erfolgschancen hat Pieta hingegen bei der ebenfalls für den 7. Juni geplanten Wahl des Stadtrates: Bei der Kandidatennominierung am Donnerstag im Sitzungssaal des Stadtteil-Betriebes Esch-O setzten die Mitglieder des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen die 53-jährige Lehrerin einstimmig auf Platz eins der grünen Reserveliste.

Ein Mandat im neuen Stadtrat ist Gabriele Pieta, die bereits seit vielen Jahren als Sachkundige Bürgerin im Schulausschuss mitwirkt, damit praktisch sicher. Gute Chancen haben auch das seit 25 Jahren in Rat oder Ausschüssen vertretene Grünen-Urgestein Dietmar Widell (50) sowie Gabriele Pietas Ehemann Franz-Dieter Pieta (53), der seit 1999 als Fraktionssprecher fungiert. Die beiden Routiniers nehmen die Plätze zwei und drei der Reserveliste ein.

Nach über 25-jähriger politischer Arbeit will der derzeit noch dem Stadtrat angehörende Willy Schürmann künftig hingegen kürzer treten. Er tritt lediglich als (inzwischen parteiloser) Direktkandidat im Wahlbezirk „Stadtzentrum”, übernimmt aber keinen Listenplatz.

Die Grünen als Koalitionspartner der SPD haben derzeit drei Ratsmandate und sind zuversichtlich, dieses Ergebnis zumindest halten und womöglich auch verbessern zu können. „Ein oder zwei Sitze hinzu zu gewinnen und damit sicherzustellen, dass die Grünen auch im neuen Rat ein gewichtiges Wort mitzusprechen haben, wäre ein beachtlicher Erfolg für uns”, erklärt Spitzenkandidatin Gabriele Pieta, „ein auf allen kommunalpolitischen Feldern kompetentes Team, das von Marlene von Wolff, Horst Paul, Jürgen Kreuer und Sandra Jumpertz auf den Listenplätzen vier bis sieben komplettiert wird, haben wir jedenfalls beisammen.”

Gabriele Pieta als erste Eschweiler Bürgermeisterkandidatin und Führende auf der Reserveliste, drei Frauen auf den ersten sieben Listenplätzen - dass die Grünen mehr als andere auf Frauen-Power setzen, wird noch an anderer Stelle sichtbar: Für die 25 Direktwahlbezirke bei der Stadtratswahl wurde mit zwölf weiblichen und 13 männlichen Bewerberinnen und Bewerbern eine nahezu paritätische Besetzung erreicht.

Gabriele Pieta: „Männer und Frauen, Studentinnen, Auszubildende und Rentnerinnen, einfache Arbeiter und Akademikerinnen, Deutsche und Migranten: Diese Vielfalt zeichnet uns Grüne seit je her und auch bei der Wahl 2009 aus. Hinzu kommt, dass man bzw. frau bei uns auch ohne Parteibuch kandidieren und mitarbeiten kann: Rund die Hälfte der Bewerberinnen und Bewerber treten als Parteilose auf unserer offenen Liste an.”

Nachdem die Kandidatenkür nun abgeschlossen ist, läuft die Arbeit am grünen Wahlprogramm unter dem Motto „Grün macht Zukunft” weiterhin auf Hochtouren. Vorgestellt werden soll das Programm in einigen Wochen. Fest steht bereits, dass ein Verzicht auf weitere große Bauprojekte am Blausteinsee und der Rückbau der Indestraße in der Innenstadt auf zwei Spuren zu den Kernforderungen gehören werden.

Ein Kurswechsel zeichnet sich in der Frage der Ortsumgehung für Pumpe ab. Fraktionssprecher Franz-Dieter Pieta: „Wir haben die L 238 neu bisher stets abgelehnt und sehen die ersten beiden Bauabschnitte, die bereits realisiert bzw. fertig geplant sind, nach wie vor sehr kritisch. Über den nun zur Debatte stehenden 3. Bauabschnitt allerdings lassen wir durchaus mit uns reden - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass nicht die billigste, sondern die umweltverträglichste Variante gewählt wird. Man muss sehen, dass die Verkehrsbelastung in diesem Bereich insbesondere durch Lastwagen in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat und wohl noch weiter wachsen wird. Die Beschwerden der Leute von der Stolberger Straße und der Pumpe können wir sehr gut verstehen.”
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