Eschweiler - Grüne wundern sich über erneute Diskussion um Kreisverkehr

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Grüne wundern sich über erneute Diskussion um Kreisverkehr

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Eschweiler. Verwundert sind die Eschweiler Grünen über Äußerungen des Technischen Beigeordneter Hermann Gödde, wonach plötzlich wieder ein dickes Fragezeichen hinter dem Bau des geplanten Verkehrskreisels am Bahnübergang Röthgener Straße/Talstraße stehe.

„Die Planungen laufen seit fast zweieinhalb Jahren, und in dieser Zeit hat die Verwaltung mit Verweis auf ein entsprechendes Gutachten immer wieder betont, dass ein Kreisel an dieser Stelle die beste Variante sei - sowohl in Hinblick auf die Baukosten als auch auf den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit”, so Dietmar Widell, planungspolitischer Sprecher der Grünen-Stadtratsfraktion.

Dass laut Gödde ein Verkehrstechniker derzeit untersucht, „ob es auch andere Lösungen gibt”, sei einigermaßen erstaunlich: „Immerhin hat der Stadtrat auf Drängen der Verwaltung bereits weitreichende Beschlüsse gefasst, um den Bau eines ausreichend großen Kreisels zu ermöglichen. So ist nach langwierigen Verhandlungen unter anderem ein nicht ganz unproblematisches Grundstücksgeschäft getätigt worden.”

Grundstückstausch

Die Grünen spielen damit auf einen Grundstückstausch zwischen der Stadt und einem bekannten Eschweiler Bauunternehmer an. Um an einen für die optimale bauliche Ausgestaltung des Kreisels erforderlichen 130-Quadratmeter-Zipfel neben dem Bahnübergang heranzukommen, hat die Kommune dem Unternehmer gegen eine Ausgleichszahlung im Tausch notgedrungen ein attraktives 1200-Quadratmeter-Grundstück an der Ecke Talstraße/Franzstraße nahe dem Talbahnhof überlassen.

Dort konnten die Bürger bis vor kurzem kostenlos parken. Die Möglichkeit wurde insbesondere von Euregiobahn-Pendlern gern genutzt. Der neue Eigentümer wandelt das Terrain zum Leidwesen der Grünen derzeit aber in einen kostenpflichtigen Parkplatz um.

„Angesichts dieser Vorgeschichte hätte die Verwaltung wohl ein bisschen früher überlegen sollen, ob es Alternativen zu Kreisel gibt. Falls sie ihre eigenen Planungen am Ende tatsächlich wieder über den Haufen werfen möchte, muss sie uns schon sehr gute Begründungen für ihr spätes Umdenken liefern”, so Widell, dessen Fraktion die Angelegenheit in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses aufs Tapet bringen will.
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