Golfen für den guten Zweck: Lions und Golfer peilen jetzt Jubiläum an

Von: rpm
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So sehen Sieger aus: Golfclub-Präsident Dr. Hanns.-Joachim Vögeli (2. v.l.) konnte stolz sein auf „seine“ Golfer, die dem Benefizturnier für das Friedensdorf wieder zu einem vollen Erfolg verhalfen. Foto: Rudolf Müller
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Setzt sich bei Eschweilers Lions immer wieder musikalisch für die gute Sache ein: Gitarrist und Saxofonist Helmut Güldenberg bereicherte auch den Abend der Golfer-Siegerehrung mit seinem Können.

Eschweiler/Plombières. Es waren durchaus nicht nur golfbesessene Zeitgenossen, die da am Sonntagabend Terrasse und Restaurant der idyllischen Golfanlage Mergelhof bei Plombières bevölkerten. Unter die feierfreudige Truppe gemischt hatten sich diesmal auch Gäste, die selbst nicht den Schläger schwingen, einen Bunker für ein Weltkriegsrelikt und ein Birdie für einen Wellensittich halten.

Mit Präsidentin Margret Genius an der Spitze hatte sich ein rundes Dutzend Lions vom Club Eschweiler Ascvilare auf ins nahe Belgien gemacht, um den erfolgreichen Abschluss eines Golfturniers zu feiern, das seit neun Jahren unter der Lions-Fahne ausgetragen wird. Was kein Wunder ist – ist der Präsident des deutschen Golfclubs Mergelhof doch auch Vorsitzender des Fördervereins der Eschweiler Lions. Und die unterstützen mit diesem Traditionsturnier wie auch mit anderen Aktivitäten seit Jahren die Arbeit des Friedensdorfs Oberhausen.

Das gibt schwer verletzten und erkrankten Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten, denen in ihrer Heimat nicht geholfen werden kann, mit Hilfe engagierter Ärzte neue Lebensperspektiven. Und so war mit den Lions nicht nur Beate Kleinbrahm vom Friedensdorf angereist, um Golfern und Lions zu danken, sondern auch der Würselener Chefarzt Dr. Markus Graf, der immer wieder Friedensdorf-Kinder unentgeltlich operiert.

Beate Kleinbrahm, die von der heiteren Atmosphäre im Mergelhof begeistert war, dankte Golfern, Lions, vor allem aber dem seit Jahrzehnten engagierten Ehepaar Hanns-Joachim und Trude Vögeli für ihr unermüdliches Engagement. „Die beiden tragen die Idee Friedensdorf Tag für Tag mit Herzblut voran.“ Gleiches attestierte auch Lions-Präsidentin Margret Genius dem Ehepaar Vögeli und blickte schon mit Vorfreude voraus auf das Lions-Golfturnier im kommenden Jahr: Dann feiert das Sport-Event für die gute Sache seinen zehnten Geburtstag.

Friedensdorf-Sprecherin Beate Kleinbrahm blickte zurück auf den vergangenen Mittwoch, als in Düsseldorf eine vom Friedensdorf gecharterte Boeing der tadschikischen East Air landete und 100 schwer kranke und verletzte Kinder aus dem Hindukusch und Zentralasien zur Behandlung nach Deutschland brachte. „100 Kinder sind angekommen, hunderte mussten wir zurücklassen. Aber für diese 100 geht es nun nur in eine Richtung: in Richtung Gesundheit – und dann so schnell wie möglich zurück zu Mama und Papa!“

Ohne Spender geht‘s nicht

Damit dies möglich ist und bleibt, ist das Friedensdorf auf Spenden angewiesen. Wenn auch Ärzte auf ihr Honorar verzichten, Krankenhäuser die Tagessätze übernehmen und die Stiftung „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks die Flugkosten mit jährlich einer halben Million Euro finanziert, so sind doch erhebliche Summen für Transporte, Unterbringung, Verpflegung und Betreuung der Kinder im Friedensdorf aufzubringen.

Und dazu trug die Golfer-Familie vom Mergelhof nun schon zum neunten Mal mit einer stattlichen Summe bei. Immerhin: 120 Golfer – die Maximalzahl – waren am Sonntagmorgen an den Start gegangen und ließen sich auch von ein paar Regenschauern nicht die Laune und den Spaß am Sport vermiesen. In bester Stimmung waren daher auch alle, die am Abend an der Siegerehrung des Turniers im Restaurant des ehemaligen Gutshofs mit Blick über Täler und Hügel des idyllischen Mergellands teilnahmen.

Dutzende wertvoller Preise warteten auf die Besten der Golfer, unter denen diesmal lediglich sechs Gäste waren: Das Benefizturnier erfreut sich derart großer Beliebtheit, dass die Starterlisten binnen kürzester Zeit bereits mit den eigenen Clubmitgliedern gefüllt sind. Die engagierten sich am Abend gleich nochmal für die gute Sache: indem sie hunderte von Losen einer bunten Tombola erwarben, zu der die regionale Geschäftswelt Dutzende attraktiver Preise gestiftet hatte. Auch hier kommt der Erlös der Arbeit des Friedensdorfs zugute.

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