Eschweiler-Dürwiß - Germania Dürwiß: „Katastrophale Vorbereitung“, aber guter Start

Germania Dürwiß: „Katastrophale Vorbereitung“, aber guter Start

Von: tob
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Germania Dürwiß will den dritten Abstieg in Folge auf jeden Fall verhindern.

Eschweiler-Dürwiß. Von diesem Ergebnis war Trainer Markus Hambach dann doch auch ein wenig überrascht. 2:2 spielte sein neuformiertes Team am Sonntag bei Sparta Gerderath. Dabei hat Hambach für die Vorbereitung des Bezirksligisten nur ein Wort übrig: „katastrophal“.

„Wir haben in der Vorbereitung jedes Spiel verloren“, sagt Markus Hambach. Und dabei hat sich die Mannschaft oft alles andere als gut präsentiert. Nach dem Abstieg aus der Landesliga (dem zweiten Abstieg in Folge) ging die Germania etwa als immer noch klassenhöchstes Team in die Feldfußball-Stadtmeisterschaft im Waldstadion. Gleich im Viertelfinale war Schluss: Mit 0:1 unterlag Dürwiß Preußen Hastenrath.

Mit neun Spielern auf dem Platz

Im Pokal setzte es eine peinliche Schlappe beim C-Ligisten Bergwacht Rohren. 0:3 unterlag die Germania, war allerdings auch nur mit neun Mann angetreten. Einem Bezirksligisten dürfe das jedoch dennoch nicht passieren, sagt der Trainer. Die ganze Vorbereitung über hatte Hambach stets nur wenige Akteure zur Verfügung. Bei den Trainingseinheiten waren meistens nur sechs oder sieben Spieler da, bei den Spielen oft nur acht oder neun – wie eben im Pokal.

Beim Blausteinseecup in Lohn konnte Dürwiß nach einer Niederlage in der ersten Partie zum zweiten Spiel gar nicht mehr antreten.

Die geringe Trainings- und Spielbeteiligung führt der Trainer unter anderem darauf zurück, dass er einige frischgebackene Abiturienten im Kader hat, die nach der Reifeprüfung erstmal Urlaub antraten. Neben Zugängen aus der eigenen Jugend wurde der Kader mit Spielern aus der Kreisliga C aufgefüllt. Er habe 35 bis 40 Gespräche mit Spielern aus der Landes- bis hin zur Kreisliga B geführt, doch keiner konnte sich zum Schritt nach Dürwiß entscheiden. Oft aus finanziellen Gründen, so der Trainer. Statt sich in der Bezirksliga beweisen zu wollen, sei so mancher Spieler lieber bei einem Verein in einer niedrigeren Klasse geblieben, weil er dort mehr Geld bekommen habe.

Nun ist der Schritt von der Jugend und der Kreisliga C in die Bezirksliga recht groß. Markus Hambach traut seinen Zugängen diesen jedoch auf jeden Fall zu. Bei einigen Akteuren hat er bereits „Riesenschritte“ nach vorne gesehen. Dass einige, vor allem Offensivspieler, noch Probleme mit dem deutlich höheren Tempo haben, ist wohl normal.

Ziel: Klassenerhalt

Das Ziel für Hambach lautet ganz klar Klassenerhalt. Bleibt die Mannschaft von Verletzungen verschont und lernt weiter Woche für Woche hinzu, sieht der Trainer dafür gute Chancen. Der Start war bereits gelungen.

Künftig soll dann wieder von der guten Jugendarbeit profitiert werden. Die jetzige A-Jugend sei sehr stark, so der Trainer. Allerdings besteht die Mannschaft nur aus Spielern des jüngeren Jahrgangs. Von diesen Spielern kann der Verein also erst in der nächsten Spielzeit profitieren. Bis dahin soll der dritte Abstieg in Folge mit aller Macht verhindert werden. Der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft sei gut, anders als in der Vorsaison, betont Hambach, und mit dem Engagement der Spieler ist er ebenfalls sehr zufrieden.

Vielleicht war auch das ein Garant für das Remis am Wochenende. Es wäre sogar mehr drin gewesen, immerhin führte die Germania bis zur 74. Minute mit 2:0. Martin Kroll und Thimo Grubert hatten vor der Pause getroffen.

Im ersten Heimspiel der Saison trifft die Germania am Sonntag auf Haaren. Anstoß ist um 15 Uhr. Trainer Markus Hambach hofft auf Geduld mit der Mannschaft und auf mehr Zuschauer.

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