Genossen an der Inde zittern um ihr Zugpferd

Von: pan
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Tritt er nochmal als Bürgermeister an? Rudi Bertram lässt sich die Entscheidung ausdrücklich offen. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Mittwoch soll in Düsseldorf eine Entscheidung fallen, die auch für Eschweilers Bürgermeister Rudi Bertram von enormer Bedeutung ist. Der Landtag will nämlich über die Wahlrechtsreform entscheiden, die es den gewählten Bürgermeistern ermöglicht, ihre Amtszeit zu verkürzen, um gemeinsam mit dem Stadtrat im nächsten Jahr zur Wahl zu stehen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Gesetz beschlossen wird.

Eschweilers Verwaltungschef Rudi Bertram hat sich in doppelter Hinsicht noch nicht entschieden. „Ich werde zunächst Gespräche führen und meine persönliche Situation klären“, sagt er. Allerdings macht er deutlich, dass er eine gemeinsame Wahl von Rat und Bürgermeister begrüßt: „Zwei Wahltermine würden zusätzliche Kosten verursachen, was natürlich schwer zu erklären wäre.“ Alleine aus diesem Grund wolle er sich nicht dem Wunsch nach einer gemeinsamen Wahl im Jahr 2014 verschließen. Er wolle sich das Gesetz jedoch genau anschauen, wenn es im Wortlaut vorliege.

Zeitnahe Entscheidung

Für ihn persönlich ungleich schwerer wiegt die Entscheidung, ob er erneut für die SPD als Kandidat in den Wahlkampf zieht. Bei dieser Frage lässt er ausdrücklich keine Tendenz erkennen. „Die Entscheidungen zur gemeinsamen Wahl und meiner eigenen Kandidatur sind völlig unabhängig voneinander“, betont er. Allerdings will er eine zeitnahe Entscheidung treffen. Unmittelbar nach Ostern werde er sich äußern, teilt er mit. Allerdings bezieht sich dies wiederum vorrangig auf den gemeinsamen Wahltermin.

Eschweilers Sozialdemokraten werden jedoch gespannt darauf warten, ob das bei Wahlen stets erfolgreiche Zugpferd auch 2014 die Genossen mit sich zieht. Der 57-jährige Bertram ist der erste direkt gewählte Bürgermeister der Stadt Eschweiler. Er trat seinen Dienst am 1. Oktober 1999 an, nachdem er mit 51,51 Prozent der Stimmen die Direktwahl gewonnen hatte. Bei den Urnengängen in 2004 und 2009 erreichte er jeweils über 70 Prozent. In seinem Windschatten schaffte auch die SPD in 2009 die absolute Mehrheit im Eschweiler Stadtrat. Zuvor hatten die Genossen in Koalitionen regiert.

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